24.03.2019

Eine Lösung für das Diesel-Problem

Swomitra Mohanty Foto: University of Utah

Die Lösung des Diesel-Problems: Nicht weniger versprechen US-Forscher der University of Utah. Sie erzielten laut eigenen Angaben den Durchbruch bei der Synthese von Kraftstoff aus Algen.

Das Team um den Forscher Swomitra "Bobby" Mohanty, berichtet jetzt die Agentur Pressetext schießt dazu einen Lösungsmittelstrahl auf rieselnde Algenteilchen. Er entreiße den Algen das Öl und transportiere es weiter, schreibt die Agentur über den Prozess der Forscher. „Das Lösungsmittel wird, wenn es gesättigt ist, dem Reaktionsgefäß entnommen und wiederaufbereitet, sodass er sich erneut anwenden lässt“, so Pressetext.

 

Sprit aus Algen – keine Konkurrenz zur Nahrungsproduktion

 

Dabei werde das Öl frei. Es könne mit Dieselkraftstoff vermischt oder durch Umsteurung in Biodiesel verwandelt werden.

Der Treibstoff lasse sich laut den Experten in fast allen Dieselmotoren verbrennen.

Weiteres Plus des Prozesses: „Die Rußentwicklung sei geringer und die Freisetzung von Kohlendioxid für das Klima unschädlich“, schreibt die Agentur. Schließlich hätten die Algen das Klimagas zuvor der Luft entnommen.

Bei der Gewinnung von Öl aus Algen werden große Mengen an Energie benötigt, um die Wasserpflanzen zu trocknen. Dieser Schritt wird im Utah-Verfahren übersprungen, so Presstext. „Unsere Entwicklung stellt sicher, dass diese Energieverschwendung unterbleibt“, zitiert die Agentur Forscher Swomitra Mohanty. Außerdem sei sein Verfahren sehr viel schneller. Damit könne es wirtschaftlich sein, so die Presseagentur Die Biomasse, die übrig bleibe, ließe sich in Biogasanlagen nutzen oder direkt verbrennen, um Strom und Wärme zu erzeugen.

 

 

Algenfarm reinigt Stadt von Autoabgasen

The Cloud Collectiveist eine Kooperation von Architekten, kreativen Köpfen und Designern, die sich mit der Wandlung unserer heutigen Umgebung in die von morgen beschäftigen.

weiter...

 

"Diese Entwicklung ist wegweisend", sagt Leonard Pease, der zum Team gehört. "Sie könnte die Produktion von Öl aus Pflanzen revolutionieren." Anders als Ethanol, das in speziellen Motoren verbrannt oder Benzin beigemischt werden kann - in Deutschland heißt dieser Sprit E10 - oder Rapsöl sind Algen keine Konkurrenz für die Nahrungsmittelproduktion.

Algen sind den Experten zufolge ideale Rohstoffe zur Herstellung von Treibstoffen. Sie werden in gläsernen Bioreaktoren gezüchtet, die überall aufgestellt werden können, bevorzugt auf Land, das sich anderweitig nicht nutzen lässt. Sie benötigen Sonnenlicht, um Biomasse aufzubauen, und Nährstoffe, die nicht viel kosten. Der Ertrag ist, auf die Fläche berechnet, weitaus größer als etwa bei Raps.

Der Landbedarf für die Produktion von großen Mengen an Algen lässt sich leicht decken, zumal es auch möglich ist, sie in übereinander gestapelten Reaktoren zu züchten, wenn der Sonneneinfall dadurch nicht entscheidend verringert wird.

„So könnten Biotreibstoffe tatsächlich zu einer Konkurrenz für fossil basierte werden“, hofft die Agentur.


jsu

 

Paul Kündiger Foto: deineStadtklebt.de

Kunden setzen vermehrt auf Nachhaltigkeit

Paul Kündiger suchte mit seiner Druckerei lange nach den Zutaten, um in seiner Online-Druckerei...


Foto: Sky

"Chernobyl": Dramaserie über den Super-Gau

Vor dem schockierenden Hintergrund der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl 1986 erzählt die...


Foto: Pixabay CC0

2040 stammt das meiste Fleisch nicht von getöteten Tieren.

Laut einer Studie werden bis 2040 60% entweder in Bottichen angebaut oder durch pflanzliche...


Neu im global° blog

Foto: Pixabay CC0

Gegen das Vergessen - Todesstaub durch Uranmunition

Die Bombardierung Ex-Jugoslawiens mit Uranmunition - 20 Jahre danach. 1999 bombardierte und beschoß...


Foto: Sky

"Chernobyl": Dramaserie über den Super-Gau

Vor dem schockierenden Hintergrund der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl 1986 erzählt die...


Foto: ICAN

Weltpremiere: „Der Anfang vom Ende von Atomwaffen“

Gestern, am 6. Juni, fand die von Pressenza International Press Agency veranstaltete Weltpremiere...


Folgen Sie uns: