Eisbären: „Survival of the fattest“

Foto: wikimedia commons/Agrant141

Für die Eisbären der Huson Bay gilt Darwins „Survival of the fittest“ in etwas abgewandelter Form. Die Bären mit den meisten Fettreserven werden in Zukunft den Kampf ums Dasein gewinnen. Schuld daran ist der Klimawandel, denn dieser sorgt dafür, dass das Meereis jährlich immer länger verschwindet. Und gerade dieses brauchen die Eisbären dringend, denn nur vom Eis aus gelangen sie an ihre wichtigste und energiereichste Nahrung: die Robbe.

 

Die Eisbären der westlichen Hudson Bay mussten schon immer für einige Zeit im Sommer an Land gehen, dann nämlich, wenn das Meereis komplett wegschmolz. Nun wird es auf der Erde immer wärmer, das Meereis schmilzt immer früher und die Eisbären müssen viel länger an Land bleiben als noch vor Jahren. An Land sind sie quasi völlig auf ihre Fettreserven angewiesen, denn die Nahrung, die sie dort erbeuten, liefert ihnen kaum Energie. Logisch, dass dann gilt: Der Bär mit dem meisten Speck gewinnt.

 

Weniger Nachwuchs

 

Die Wissenschaftler der University of Alberta beobachteten via Satellitenbilder die Meereis-Entwicklung der letzten Jahre. Zeitgleich besenderten sie einige der Hudson Bay-Bären, um zu überprüfen, wie sich das Meereis auf die Eisbären auswirkt. Bedauerlicherweise mussten sie feststellen, dass der Klimawandel die Bären nicht kalt lässt. Durch die lange Zeit, die sie an Land verbringen müssen, sind sie körperlich geschwächt und bringen nur noch wenige Jungen zur Welt.

Die Population wird immer kleiner. Experten schätzen, dass es nur noch 900 Tiere in der westlichen Hudson Bay gibt. Weltweit sollen es etwa 20.000 bis 25.000 sein. Diese geringen Zahlen sind erschreckend, gerade vor dem Hintergrund, dass die Jagd auf den König der Arktis weiterhin legal bleibt. NISO

 

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