Goldener Toilettengang

Foto: Wikimedia CC 4.0/Johamar

Toiletten sind Schatztruhen: Kathleen Smith vom U.S. Geological Survey will in menschlichen Ausscheidungen nach Gold und Silber schürfen.

Bei einer Tagung der American Chemical Society sprach die Forscherin über menschliche Exkremente als „potenzielle Goldmine“. Es gelte lediglich, die richtigen Verfahren anzuwenden, um den Schatz zu heben. Die Wissenschaftler publizierte ihre arbeit dazu im Fachblatt NewScientist. Demnach zeigen ihre Versuche, dass sie durchaus profitabel im Abwasser nach Wertvollem fischt.

 

Waschmittel, Sonnencreme und Getränke enthalten Gold

 

„Zahlreiche Haushaltsprodukte wie Waschmittel oder Sonnenschutzmittel enthalten Nanopartikel aus Metall“, beschreibt die Agentur Pressetext die Quelle dieser Schätze. Rohrleitungen könnten Silber abwerfen. „Manche alkoholische Getränke enthalten sogar winzige Mengen an Gold“, zitiert die Agentur weiter. Das wollen die Wissenschaftler nun nutzen. Sie sind überzeugt, da sie „bei ihren ersten Tests tatsächlich Mengen an Gold, die es bei Gestein wert wären, abgebaut zu werden,“ fanden.

 

13 Mio. Euro stecken in Exkrementen von 1 Mio US-Amerikaner

 

Smith' Ergebnisse decken sich mit einer Studie, die ein Team um Paul Westerhoff von der Arizona State University vorstellte. Er berechnete den Wert der Ausscheidungen von einer Million Amerikaner pro Jahr. Ergebnis: 13 Millionen Euro. „Denn darin sind so viel Kupfer, Eisen, Palladium und andere Metalle enthalten“, erklärt Pressetext. Laut Westerhoff würden ja auch Glas, Papier und Plastik recycelt. Der Wissenschaftler sagt daher: „Da diese Elemente schwerer zu gewinnen sind und mehr Spuren in der Umwelt hinterlassen, macht es Sinn, darüber nachzudenken, wo sie verbraucht werden und wie man sie zurückgewinnen kann.“


pit

 

 

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