17.10.2018

Klimawandel bedroht auch UNESCO-Welterbestätten

Kulturerbe Tyros Foto: Pixabay CC0 / Peggychoucair

Die globale Erwärmung bedroht nicht nur die Zukunft der Menschheit, sondern auch ihre Vergangenheit. Das ist die Quintessenz aus einer jetzt veröffentlichten Studie. Darin heißt es, dass einige der wichtigsten antiken Stätten im Mittelmeerraum - so die griechische Stadt Ephesus, die historischen Viertel von Istanbul oder die Kanäle von Venedig - die Ära des Klimawandels nicht überleben könnten.

 

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass 46 von den 49 Standorten rund ums Mittelmeer durch Küstenerosion und 40 durch Überschwemmungen bedroht sein werden, wenn die Treibhausgasemissionen weiter steigen. Von 49 kulturellen UNESCO World Heritage sites (WHS), die in tief liegenden Küstengebieten des Mittelmeers liegen, sind 37 bereits heute von einem Jahrhundertflut und 42 von Küstenerosion bedroht. Bis zum Jahr 2100 kann das Hochwasserrisiko um 50% und das Erosionsrisiko um 13% in der gesamten Region steigen, mit deutlich höheren Steigerungen bei einzelnen WHS.

 

 

Erbe der Menschheit und des Planeten ist bedroht

Ob die Altstadt von Venedig oder der Virunga-Nationalpark im Kongo: Zahlreiche Kultur- und Natur-Welterbestätten sind gefährdet.

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Das höchste Erosionsrisiko besteht in Tyros im Libanon, gefolgt vom Archäologischen Ensemble von Tárraco in Katalonien, Pythagoreion und Heraion von Samos und eben Ephesus. Ähnlich ist es beim Flutrisiko. Am stärksten gefährdet sind Venedig und seine Lagune, Ferrara, die Stadt der Renaissance, das Po-Delta und die Patriarchale Basilika von Aquileia. Insgesamt ist in 16 Mittelmeerländern (einschließlich Gibraltar) mindestens ein Weltkulturerbe durch Küstenerosion bzw. Überflutung gefährdet.

 

Die Ergebnisse liefern eine erste Einschätzung, wo die Anpassung am dringendsten benötigt wird und können die politischen Entscheidungsträger bei der Steuerung lokaler Forschung unterstützen, um geeignete Anpassungsstrategien für jede UNESCO-Weltkulturerbestätte zu entwickeln.

 

Ausführliche Infos liefert die Studie, die in der Fachzeitschrift "Nature Communications" veröffentlicht wurde...


hjo

 

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