24.04.2017

March for Science: Für Freiheit der Forschung

March for Science Berlin Foto: flickr/CC0 PD

Am Wochenende gingen von Neuseeland über Europa bis Washington weltweit hunderttausende Menschen bei rund 600 Veranstaltungen auf die Straße, um für die Freiheit der Wissenschaft zu demonstrieren. Seit Donald Trump die Forschung zu einer politischen Frage gemacht hat, war für die US-Wissenschaftler die Dringlichkeit ein Zeichen gegen seine Politik zu setzen gewachsen.

 

Trump hatte immer wieder deutlich gemacht, dass er nicht an einen durch Menschen verursachten Klimawandel glaube. Außerdem versuche er mit den teils dramatischen Budgetkürzungen, etwa für die Umweltbehörde EPA oder die National Institutes of Health (NIH), die unter anderem die Erforschung von Krankheiten an Universitäten und Krankenhäusern unterstützen, den Wissenschaftlern den Mund zu verbieten, so sie US-Wissenschaftler. Auch befürchten sie, dass es zunehmend schwieriger werden könnte, die Bürger ausreichend und fundiert über neueste wissenschaftliche Ergebnisse zu informieren. Und informierte Bürger sind nun mal eine Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie.

 

Der March of Science sei ein "erster Schritt einer globalen Bewegung zur Verteidigung der lebenswichtigen Rolle, die die Wissenschaft für unsere Gesundheit, Sicherheit, Wirtschaft und Regierung spielt", schreiben die Veranstalter auf ihrer Internetseite.

 

In ganz Europa marschierten Demonstranten für die Wissenschaft. Auch in Deutschland fanden in über 20 Städten von Berlin bis München Protest-Märche statt. Allein in Berlin sollen laut Veranstalter über 11.000 Teilnehmer unter dem Motto "Zu Fakten gibt es keine Alternativen" an der Demo teilgenommen haben. Wie in USA war auch hier die Freiheit der Wissenschaft Hauptthema der Proteste.


hjo

 

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