Pflanzengen reduziert ungewollte Kreuzungen

Foto: Michael Hoelzel/Wikimedia CC

Neu entdecktes Pflanzengen erlaubt geschlossene Hochzeit bei Obstbäumen Wissenschaftler der University of Guelph haben ein Pflanzengen entdeckt, das Selbstbestäubung an Obstbäumen hervorruft und so das Risiko für ungewollte Kreuzungen reduziert. Die Mitarbeiter vermuten, dass sie durch die Modifizierung von Pflanzen bzw. deren Saatgut mit dem Gen in Zukunft verhindern können, dass deren Pollen andere Pflanzen erreichen. Das Problem der Kontaminierung genmanipulierten Saatguts mit anderen, natürlichen Pflanzen ließe sich auf diese Weise einschränken.

 

Bedeutung der geschlossenen Befruchtung für die Pflanze

 

Natürlich vorkommende Funktionsformen von Genen, die Selbstbefruchtung auch in Nutzpflanzen bewirken, sind bereits bekannt. "Dies gilt jedoch als die erste Studie, die ein Gen identifiziert, das mitbestimmt, ob sich Obstbäume, die sich normalerweise über Fremdbestäubung befruchten, in Selbstbefruchter verwandeln", so Studienautor Sherif Sherif.

 

Das identifizierte Gen produziert ein Protein, dass es manchen Pflanzen erlaubt, sich selbst zu befruchten und Fürchte zu entwickeln, bevor sich die Bütenstände öffnen. Die meisten Pflanzen öffnen ihre Blüten, um Bestäuber anzulocken. Die Entwicklung solcher Blüten verbraucht jedoch Energie. Die Wissenschaftler vermuten, dass sich Pflanzen mit geschlossenen Blüten (kleistogame Pflanzen) in Umgebungen entwickelt haben, in denen die Bestäuber fehlten oder andere widrige Umstände herrschten.

 

Vorteile der geschlossenen Befruchtung für die Erzeuger

 

Die Mitarbeiter des Teams des Doktoranden Sherif gehen davon aus, dass die Entdeckung nicht nur für Bauern und die Agrarindustrie sondern auch für Parfumhersteller interessant sei. Denn die Blüten von Stauden wie etwa die des Jasmins dienen der Parfumherstellung. Gelingt es den Forschern die Blüten Mithilfe des Gens geschlossen zu halten, erlaubt dies den Züchtern den aromatischen Inhalt ohne den bisherigen Verluste von bis zu 80 Prozent zu ernten.

 

Koautor Jay Subramanian fügt hinzu: "Es gibt viele transgene Saatgutsorten weltweit und Bedenken, dass deren Pollen wilde Pflanzen befruchten und dadurch Super-Unkräuter entstehen." Die Modifizierung von Pflanzen bzw. deren Saatgut mit dem neu entdeckten Gen könnte verhindern, dass deren Pollen andere Pflanzen bestäuben. Bevor es jedoch soweit ist, erforschen die Mitarbeiter zunächst, ob sich das neu identifizierte Gen hierfür eignet. Auch wird vor der Anwendung auf Nutzpflanzen eine verminderte Abwehrtätigkeit und gesundheitliche Risiken der mit dem Gen implizierten Pflanzen ausgetestet. CDC

 

Lesen Sie auch:

„Gentechnik kontaminiert das Saatgut der Zukunft“

Kenianischer Genmais gegen Hunger?

Essen bald nur noch nach EU-Norm

 

Foto: Pixabay CC/PublicDOmain/Hans Braxmeier

Den kranken Wald retten – aber richtig!

Bundeslandwirtschaftsminoisterin Julia Klöckner (CDU) will dem siechen Wald in Deutschland mit 500...


Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Michael Kauer

Umweltzonen schützen Gesundheit

Umweltzonen zeigen Wirkung: „Durch einen signifikanten Rückgang der Belastung mit Feinstaub (PM10)...


Neu im global° blog

Screenshot: gunther-moll.de

Die Botschaft

Eine lebenswerte Zukunft im Einklang mit der Natur ist auf diesem Planeten möglich, wenn wir uns...


Screenshot: ARD-Video

Alpendämmerung – Europa ohne Gletscher

Die Alpengletscher sind nicht mehr zu retten, wann der letzte Gletscher verschwunden ist, scheint...


Foto: DZ-4 GmbH

Der Solarboom kommt

Der richtige Solarboom kommt erst noch: Warum aktuelle Trends für eine Revolution im deutschen...


Folgen Sie uns: