Pflanzenwachstum keine reine Klimafrage

Pflanzenwachstum- eine Frage des Klimas? Alle Pflanzen wachsen- doch, warum und wie schnell oder langsam sie das tun, hängt maßgeblich von ihrer Umgebung ab. Während die heiße Mittelmeersonne die Verfügbarkeit von Wasser zur Priorität macht, wird im dunklen, eiskalten Winter Norwegens eher das Licht zur Mangelware. Klima und Klimaveränderungen beeinflussen also maßgeblich das Wachstum unserer weltweiten Flora.

 

Satellitendaten belegen, dass die Vegetation der Nordhalbkugel innerhalb der vergangenen 30 Jahre zunahm, während südlich des Äquators eine Abnahme zu verzeichnen war. Dank des weltweiten Klimas im Umbruch? Nicht nur, sagen Forscher der Universität Zürich, deren Studie jüngst im Fachblatt Global Change Biology veröffentlicht wurde.

 

Foto: UZH

Mensch für ein Drittel der Veränderungen verantwortlich

 

Laut den Wissenschaftlern sind gerade einmal 54 Prozent des pflanzlichen Wachstums der Erde auf veränderte klimatische Bedingungen zurückzuführen. Insbesondere Wälder reagierten sensibel auf die Erderwärmung. „Der große Rest der Veränderungen, insgesamt mehr als 30 Prozent, ist durch Menschen verursacht worden“, erläutert Rogier de Jong, Postdoktorand an den Remote Sensing Laboratories (RSL) der Universität Zürich. Dazu gehörten „moderne“ Landwirtschaft im Großmaßstab, Abholzung der (Regen-)Wälder und die Nutzung der gerodeten Flächen als Plantagen. Den stärksten Vegetationsrückgang diagnostizierten die Forscher südlich der Sahel-Region, so im Kongo, in Simbabwe und Tansania.

 

Und was ist mit den restlichen, unerklärten zehn Prozent? Michael Shaepman, Leiter der RSL, vermutet „bislang ungeklärte Interaktionen zwischen Klima und Mensch“ als Ursache. Interaktionen, die das neu gegründete Züricher Forschungsprogramm „Global Change and Biodiversity“ künftig aufklären soll. Denn „eine Herausforderung unserer Zeit ist der Verlust von Biodiversität im Zusammenhang mit globalen Veränderungen“, wie es dort heißt. NISO

 

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