In Plastik-Hundeknochen stecken gefährliche Stoffe

Foto: flickr/Nemo&Anton

Tierfreunde aufgepasst: In Plastikspielzeug für Hunde fanden Wissenschaftler der Texas Tech University Chemikalien, die die Vierbeiner erheblich mit krebsauslösenden und erbgutverändernden Substanzen belasten. Ihr Rat: „Hundefreunde sollten ihre Tiere lieber mit echten Knochen erfreuen.“

Bis zu viereinhalb Mal so hohe Konzentrationen an Bisphenol A (BPA) und Phthalaten analysierten die Wissenschaftler um den Toxikologen Philip Smith in den Hundeknochen und Spielpuppen aus Plastik. Die auch bereits mehrfach in Kinderspielzeug nachgewiesenen Substanzen sind für die Tiere besonders gefährlich: Sie nämlich „bearbeiten“ die Plastikknochen mit ihren Zähnen. Den Abrieb verschlucken sie. Zudem löst der Speichel der Tiere weitere der Chemikalien aus dem Kunststoff, die ebenfalls in den Organismus der Hunde gelangen.

 

Hunde sind Phtalat-Belastung oft ein Leben lang ausgesetzt

 

„Manche der Tiere“, sagt Smith in seiner noch unveröffentlichten Studie, „sind diesen Substanzen ihr ganzes Leben lang tagtäglich ausgesetzt.“ Die Arbeit ist weltweit eine der ersten, die sich mit den gesundheitlichen Folgen des Plastikkauens für Hunde befasst.

Der Tierarzt Safdar Khan von der American Society for the Prevention of Cruelty to Animals’ Poison Control Center in Illinois betont ebenfalls, wie wichtig die Erforschung dieses Spielzeugs sei.

Bei Menschen und Nagetieren verursachen die Hormon ähnlich wirksamen Chemikalien ein ungleiches Wachstum der Geschlechtsorgane, den Verlust der Fruchtbarkeit oder Krebs. In den USA und der EU dürfen Phtalate daher inzwischen nicht mehr bei der Herstellung von Kinderspielzeug verwandt werden.

Die texanischen Wissenschaftler fanden bis zu 4,5 Mal höhere Belastungen mit den Substanzen bei Hunden, wie sie bei Menschen bislang gemessen worden waren. Ihr Rat an Hundehalter ist daher eindeutig: „Verwöhnen Sie ihren vierbeinigen Liebling bessermit einem Holzknochen als mit einem Plastikstück.“

 

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