Blumen und Bakterien gegen Atomstrahlung

Foto: Sunflower Project

Hoffnungsschimmer für Fukushima: Japanische Forscher wollen den Boden um das havarierte Kernkraftwerk Daiichi mit Sonnenblumen reinigen. US-Wissenschaftler der Michigan State University mit einem neuen Mikro-Organismus namens Geobacter.

Masamichi Yamashita, ein emeritierter Professor der Japan Aerospace Exploration Agency will das radioaktive Cäsium im Boden der Katastrophen-Region Japans mit dem Anbau von Sonnenblumen säubern. Die Blumen könnten, so Yamashita, die Atome über ihre Wurzeln aufnehmen und fest binden. Werden die dann verseuchten Blumen geerntet könnten sie kompostiert werden. Dabei reduzierten Bakterien die Abfallmenge drastisch. Übrig bliebe nur noch eine „überschaubare Menge“, prophezeit der Wissenschaftler.

 

Die Methode, sagt Masamichi Yamashita, sei nach der Havarie von Tschernobyl 1986 in der Ukraine bereits erprobt worden. Am Ende des Prozesses blieben nur Wasser Kohlendioxid und Mineralien vom strahlenden atommüll übrig.

Einen anderen ansatz schlägt Gemma Reguera von der MSU vor: Geobacter, berichtet die Agentur Pressetext, verfüge über die Fähigkeit, giftige Metalle zu verarbeiten und dabei sogar noch Elektrizität zu erzeugen. "Sie können eine tragende Rolle bei der Reinigung verstrahlter Orte rund um die Welt spielen", glaubt die Mikrobiologin Gemma Reguera.

Dass Geobacter in der Lage ist, Uran an sich zu binden und damit weitere Kontamination zu verhindern, ist schon länger bekannt. Neu ist aber die Entdeckung, dass die haar-artigen Nanodrähte an der Außenmembran des Bakteriums die elektrische Aktivität bei diesem Prozess steuern.

"Unsere Entdeckung zeigt klar, dass diese Drähte der primäre Katalysator für die Uraniumreduktion sind. Sie führen eine Art Galvanisierungsprozess durch, immobiliseren damit das radioaktive Metall und verhindern beispielsweise einen Eintritt ins Grundwasser", so die Forscherin. Gleichzeitig agieren die Fäden als Schutzschild, die Geobacter das Wachstum unter den unwirtlichen Bedingungen erlaubt.

 

Die Leistungsfähigkeit von Geobacter stellte man nun in einer Uranverarbeitungsanlage in Colorado auf die Probe. Man injizierte Acetat, das bevorzugte Nahrungsmittel des Organismus, in verseuchtes Grundwasser. Das Wachstum der bereits vorhandenen Geobacter-Kulturen wurde dadurch angeregt, diese machten sich daran, das Uran abzubauen, berichtet Science Daily.

Dem Forscherteam ist es gelungen, einen Geobacter-Stamm genetisch so zu verändern, dass er verstärkt Nanodrähte produziert und somit wesentlich effizienter in der Demobilisierung von Uran ist. Weitere, auf diesem Patent aufbauende Forschung, könnte nun zur Entwicklung von bakteriengetriebenen Brennstoffzellen führen, die Strom erzeugen, während sie die Umwelt von giftigen Metallen befreien.

Nora Sophie Greifahn von C2C e. V. Foto: C2C

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