Radwege: Die Rettung für klamme Stadtkassen!

Foto: wikimedia CC/Velopilger

Eine neuseeländische Studie berechnet die Einsparungen, die Städte innerhalb von 40 Jahren durch eine gute Fahrrad-Infastruktur machen können. Nämlich 6 bis 24-mal den in die Fahrradwege investierten Betrag! Wie soll denn das gehen, ohne von Fahrradfahrern Gebühren zu verlangen? Die Forscher haben bei ihrer Studie nicht nur die tatsächlichen Kosten für die Baumaßnahmen miteinberechnet: Sie modellierten die gesamten gesellschaftlichen Kosten und wieviel sich durch bessere Gesundheit der Verkehrsteilnehmer sparen lässt. Denn weniger Abgase durch Autos bei gleichzeitig mehr Bewegung machen fit und gesund! Wenn mehr Leute Rad fahren nimmt außerdem die Anzahl der Fahrradunfälle pro Fahrradfahrer ab – genauso wie die Anzahl der Unfälle, die von Autofahrern verursacht wurden. Die Wissenschaftler gingen dabei davon aus, dass bei besserer Infrastruktur auch mehr Menschen auf das Verkersmittel Fahrrad zurückgreifen und der Autoverkehr abnimmt.

 

Seperate Radwege und selbsterklärende Straßen

 

Sie verglichen verschiedene Radwegkonzepte wie Radspuren auf der Straße, abgetrennte Radwege, sogenannte selbsterklärende Straßen und eine Kombination der letzten beiden. Selbsterklärende Straßen sind so gestaltet, dass sie durch ihr Design sicheres Verhalten hervorrufen, zum Beispiel mit Markierungen auf dem Asphalt, die den Fahrer von einem Abweichen von der Fahrbahn abhalten. Am besten schneidet im Modell die Kombination aus selbsterklärenden Straßen und separaten Radwegen ab: Städte, die auf solche Lösungen für den Radverkehr setzen, können in den nächsten 40 Jahren bis zu 24-mal soviel sparen wie sie ursprünglich investiert haben. In der neuseeländischen Stadt Auckland, die die Forscher als Grundlage für ihre Modellberechnungen nahmen, würden durch diese Maßnahmen außerdem insgesamt 4.000 Menschen weniger an den Folgen von Bewegungsmangel sterben. FME

 

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