Reissorte mit niedrigem Arsen-Gehalt gefunden!

Foto: flickr/fri.da

In Bangladesch schadet mit Arsen kontaminierter Reis der Bevölkerung. Doch jetzt haben Wissenschaftler eine Reissorte entdeckt, die wenig Arsen und dafür mehr Zink und Selen enthält. Eine gute Nachricht für die Menschen in Bangladesch.

 

Millionen erkranken an mit Arsen kontaminierten Wasser, Fisch oder Reis. Vor allem in Bangladesch ist die Lage schlimm. Immer mehr der 161 Millionen Bengalen infizieren sich mit Arsen. Es ist eine Massenvergiftung, die seit einigen Jahren um den Globus greift, denn die Nahrungskette ist längst davon betroffen.

 

Doch nun scheint ein Weg gefunden, der diesen Teufelskreis durchbrechen könnte. Wissenschaftler von der englischen De Montfort University in Leicester fanden in der Provinz Sylhet eine Reissorte, die 40 Prozent weniger Arsen enthält, als die üblichen Arten. Der aromatisierte Reis besitzt sogar überdurchschnittlich viel Selen und Zink, wichtige Nährstoffe für den menschlichen Organismus.“ Wir haben eine Reissorten gefunden mit den niedrigsten Arsenwerten, die jemals in der Literatur erwähnt wurden“, freut sich Dr. Parvez Haris, der Leiter der Studie.

 

Das Grundwasser in der Region Sylhet, im Nordosten Bangladeschs weist einen niedrigen Arsen-Gehalt auf. Die spezielle Anbau-Art von aromatisiertem Reis spielt ebenfalls eine Rolle: Dieser Reis wird in der Regenzeit angebaut und benötigt somit weniger Grundwasser. Zudem braucht er weniger Pestizide und Düngemittel als nicht-aromatisierter Reis. Dr. Parvez Haris macht auch auf den finanziellen und umweltschonenden Effekt aufmerksam: „Die Bauern müssen weniger Kosten für Dünger und Energie ausgeben. Sie brauchen kein Grundwasser mehr pumpen“.

 

Die passende Reissorte ist also gefunden. Jetzt heißt es den Sylhet-Reis auch in anderen Regionen auf der Welt anzubauen und dabei die umweltfreundliche Anbau-Art von aromatisierten Reis zu berücksichtigen.

 

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