Schaden durch Menschen dauert lange an

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Die Vegetation in alpinen Hochlagen erholt sich nur allmählich von der Zerstörung durch mit Stickstoff verpesteter Luft. Das belegen jetzt Wissenschaftler der University of Colorado in Bolder (USA).

Selbst dann, wenn die Stickstoffbelastung wieder abnimmt, "brauchen die sensiblen Gewächse des Hochgebirges lange, um sich zu regenerieren", schreiben die Forscher in ihrer Veröffentlichung der Universität, in der sie ihre Studie vorstellen. Studienleiter William Bowman uieht daraus den Schluss, "dass wir viel mehr und besser beachten sollten, wie und womit wir die Ökosysteme belasten".

 

Regeneration der Böden benötigt geologische Zeiträume

 

Stickstoff ist ein wichtiger Nährstoff für alle Pflanzen. Seit Beginn der industriellen und vor allem auch der landwirtschaftlichen Revolution steigerte die Menschheit jedoch den Einsatz von Stickstoff über die Maßen. Der ursprünglich positive Einfluss verkehrte sich in sein Gegenteil - Böden sind überlastet und Flüsse versuaern.

Auch wenn sich in den zurückliegenden Jahren der Eintrag von Stickstoff in die Umwelt in den UDSA oder in Europa verlangsamte oder gar umkehrte, verkümmern viele Pflanzen noch immer unter dem Überangebot an Nährstoffen.

 

 

Fenster zum Universum

Das Hochgebirge, diese karge Welt aus Eis und Fels, schärft die Sinne, verschiebt Blickwinkel und Ansichten. Am Tag – und vor allem in der Nacht, wenn sich dort der weite, scheinbar leere Himmel in eine Kuppel aus Milliarden funkelnder Lichtpunkte verwandelt.

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In vielen Entwicklungsländern düngen noch heute viele Bauern ihre Böden zu stark.

In einem seit 1997 laufenden Langzeitversuch testeten die Wissenschaftler aus Bolder nun, wie sich die Pflanzen in großer Höhe erholen, wenn sie die Böden in über 3.500 Metern Höhe allmählich wieder auf ihr Normalmaß an Stickstoff zurückführen. Sie stellten dabei fest, dass der Säuregrad der Böden sich nur langsam erholt und die Wiederansiedlung von Bakterien oder Pilzen viel Zeitbraucht, bis die sensiblen Pflanzengemeinschaften in solchen Höhen wieder erblühen wie zuvor.

Bowmans Fazit: "Während die Verschmutzung durch den Menschen sehr rasch vonstatten ging, braucht es mitunter geologische Zeitdimensionen, ehe sich diese Schäden wieder ausgleichen lassen."


pit

 

 

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