14.03.2019

Seltene Erden stecken im Abfall

Yoshiko Fujita im Labor am INL Foto: INL

Sie stecken in Smartphones, E-Motoren oder sind in Windturbinen verbaut: Seltene Erden aber sind - wie der Name sagt - rar und daher teuer. Jetzt erschlossen US-Forscher jedoch eine ergiebige neue Rohstoffquelle – Müll.

Die Wissenschaftler des Idaho National Laboratory und der Rutgers University arbeiteten dabei mit Kolleginnen und Kollegen am Critical Materials Institute zusammen. Jetzt veröffentlichen sie ihrer Ergebnisse imJournal of Chemical Thermodynamics.

 

Teure und rare Elemente aus Gips gelöst

 

Seltene Erden sind eine eigene, metallische Rohstoffklasse. Die meisten Vorräte für die Hightech-Industrie liegen in den Böden Chinas. Daher haben vor allem Hightech-Standorte wie die USA und Europa immer Nachschubprobleme für ihre Produktionsanlagen. Sie sind einem Markt mit steigenden Preisen ausgesetzt.

Der Ansatz der beiden Wissenschaftler Yoshiko Fujita und David Reed ist daher vielversprechend. Sie entdeckten, dass die wertvollen Stoffe zum Teil im Gips lagern, der als Abfallprodukt bei der Düngerproduktion anfällt. Sie entwickeln ein Verfahren, die teuren Elemente aus diesem Abfall herauszufiltern.

 

 

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Allein in den USA, beschreiben sie in einer Publikation des Idaho National Laboratory fallen pro Jahr etwa 28 Millionen Tonnen dieses Gipses an. Darin stecken nach ihren Berechnungen auch gut 100.000 Tonnen Seltene Erden wie Neodymium, Samarium oder Europium.

Fujita und Reed nutzten zum herauslösen der Rohstoffe aus dem Abfall die Hilfe des Bakterium Gluconobacter oxydans.

Zwei Schwierigkeiten müssen die Forscher aber noch überwinden. Zum einen ist die Lösung, in der die Seltenen Metalle nach dem Prozess schwimmen oft leicht radioaktiv, weil darin etwa auch Uran gelöst werden kann. Andererseits ist ihr Rohstoff als Abfall deklariert. Er darf daher eigentlich nicht in der von ihnen gewünschten Weise bearbeitet werden. Aber: Der Bedarf an Seltenen Erden ist so immens – hoffen sie – dass diese Hemmnisse ausgeräumt werden.


jsu

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