23.04.2018

Surfen für die Wissenschaft

Sentinel-3 Foto: ESA / Pierre Carril

In dieser Folge von Space geht es um schädliche Algen in Nordfrankreich und um einen surfenden Wissenschaftler in Südengland. Alle kombinieren ihre Daten mit denen der Sentinel-Satelliten.

 

Bob Brewin, Wissenschaftler am Plymouth Marine Labor, ist der Erfinder einer neuen Technik in der Satelliten-Ozeanographie. Er hatte die Idee, mit seinem Surfboard die Temperatur der Meeresoberfläche zu messen, um damit die Sentinel-3-Daten besser interpretieren zu können. Daher hat Bob "SmartFin" entwickelt, ein Gerät, dass die gleiche Größe und das gleiche Gewicht wie eine normale Surfboardflosse hat. Es enthält einen Temperatursensor, ein GPS-Gerät, einen Beschleunigungssensor zur Bewegungsmessung und verfügt über Bluetooth, um die Temperatur- und Bewegungsdaten von der Flosse auf ein Mobiltelefon zu übertragen. Mit den so gewonnen Daten kann die Genauigkeit und Präzision der Satellitenbeobachtungen in küstennahen Region des Ozeans genauer bestimmt werden und den Mangel an Daten ausgleichen.

 

Die Wissenschaftler der französischen Forschungsorganisation Ifremer untersuchen Algen in den Gewässern der Normandie. Alle zwei Wochen messen sie Temperatur, Salz- und Sauerstoffgehalt des Wassers vor der Küste und kombinieren die Messungen mit Sentinel-3-Daten. Tania Hernández Fariñas untersucht schädliche Algenblüten, die für Fische und sogar Menschen giftig sind. Sie benutzt sowohl die Daten aus dem Meer als auch die Satellitenmessungen von Sentinel-3. Durch die Kombination der Daten kann man unter anderem genauer feststellen, welche Arten von Phytoplankton vom Satelliten gesehen wurden und welche Arten giftig sind. Einen wichtigen Trend haben die Forscher bereits erkannt - im Ärmelkanal ist die Intensität der Phytoplanktonblüte in den letzten zwanzig Jahren deutlich gesunken.


hjo

 

Mehr Infos im Video und auf der ESA-Seite...

 

 

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