Wie Propolis gegen Prostata-Krebs wirken kann

Foto: pixelio/Gnubier

Krebsbremse in Propolis nachgewiesen: Forscher an der University of Chicago veröffentlichten jetzt in der Zeitschrift Cancer Prevention Research, dass Kaffeesäuren-Phenethylester (Cape) im Versuch an Mäusen deren malignen Zellen eines Prostatatumors daran hinderte, sich zu vermehren. Voraussetzung: Die Tiere mussten das Naturheilmittel täglich verzehren.

Kaffeesäuren-Phenethylester ist ein Bestandteil des von den fleißigen Honigproduzenten erzeugten Propolis. Er dient als so genannter Kittstoff dazu, dass die Bienen damit Löcher in ihrem Bienenstock verkleben können. Seit Jahrhunderten gilt Propolis als natürliche Arznei: Sie soll Halsschmerzen, Allergien, Verbrennungen und Krebs heilen.

Die US-Forscher wollten daher jetzt klären, warum der Stoff so gesund ist. „Als Versuchsobjekte dienten Mäuse“, berichtet jetzt die Agentur Pressetext über die Arbeit der Wissenschafter, „denen man eine Vielzahl von aus menschlichem Prostatatumor isolierte Zelllinien eingepflanzt hatte. Im Futter mischte man den Tieren CAPE bei und beobachtete, welche Wirkung die als Anti-Tumor-Mittel bekannte Substanz auf Zellebene zeigte.“

Erstmals kam dazu eine als Micro-Western-Array bezeichnete Forschungsmethode zum Einsatz, schreibt Pressetext, „die Veränderungen von Hunderten Proteinen gleichzeitig unter verschiedenen Bedingungen sichtbar macht.“

Ergebnis der Studie: Schon in kleinen Dosen unterdrückte die Substanz „das Zellwachstum des Tumors, die sogenannte "Proliferation", indem es die Nahrungsaufnahme der Zellen blockiert.“ Nach sechs Wochen habe sich die Wachstumsrate des Tumors verringert: volumenmäßig um die Hälfte. „Hört die orale Verabreichung auf, so setzt sich das Krebswachstum allerdings in der früheren Geschwindigkeit fort. CAPE stoppt somit die Zellteilung, tötet die Krebszellen aber nicht ab“, dämpft Studienleiter Richard B. Jones laut Pressetext allzu frühe Hoffnung von Patienten.

Allerdings: Wenn nun auch klinische Versuche die Wirksamkeit und Sicherheit von CAPE untermauern können, könnte es sich vielleicht die Krebszellen abtötende Chemotherapie unterstützen, hoffen die US-Forscher.

 

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