UNEP beobachtet Methan-Emissionen umfassender

UNEP beobachtet Methan-Emissionen umfassender
Screenshot heise.de

UNEP beobachtet Methan-Emissionen umfassender und genauer

Heise: Auf dem G20-Gipfel am Wochenende in Rom hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) eine neue Beobachtungsstelle ins Leben gerufen, die „die globale Berichterstattung über Methanemissionen auf ein völlig anderes Niveau bringen“ soll, wie es in einer Mitteilung der EU-Kommission heißt. Sie unterstützt das Internationale Beobachtungsobservatorium für Methanemissionen (MEO) in Nairobi maßgeblich.„Bestehende Systeme ermöglichen es uns nicht, genau genug zu bestimmen, wo und in welchen Mengen diese Emissionen auf der ganzen Welt auftreten“, erläuterte EU-Energiekommissar Kadri Simson. Dabei mache Methan seit vorindustriellen Zeiten etwa 30 Prozent der globalen Erwärmung aus. Heute stiegen die Methan-Emissionen schneller als zu jedem anderen Zeitpunkt seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1980er Jahren. Sobald bessere Daten verfügbar seien, könnten die Länder schnell und zielgerichtet handeln.

Das IMEO konzentriert sich zunächst auf Methanemissionen aus fossilen Brennstoffen. Deren Industrie sei für ein Drittel der anthropogenen Emissionen verantwortlich und der Sektor mit dem höchsten Reduktionspotenzial, schreibt die EU-Kommission (PDF). Im Klimabericht IPCC sei festgestellt worden, wenn die Welt das Temperaturziel von 1,5 °C erreichen soll, müssten in den nächsten zehn Jahren die Methan-Emissionen tief reduziert werden. Methan sei über einen Zeitraum von 20 Jahren mehr als 80-mal stärker als CO2. Da Methan mit zehn bis zwölf Jahren jedoch eine relativ kurze Lebensdauer habe, könnten Maßnahmen zur Reduzierung der Methanemissionen die Erwärmungsrate unmittelbar reduzieren und die Luftqualität verbessern. Weiterlesen…

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