Veganismus löst die Klimakrise nicht

Veganismus löst die Klimakrise nicht
Screenshot: xing.com

Veganismus löst die Klimakrise nicht

xing.com: Gründe, warum wir weniger Fleisch essen oder sogar vegan leben sollen, gibt es viele: die grausame Massenhaltung vieler Tiere, hohe Cholesterinwerte und nicht zuletzt die Rettung des Klimas. Auf den ersten Blick scheint weniger Fleisch also die Lösung für ein komplexes Problem zu sein. Kühe stoßen CO2 und Methan aus, 80 Prozent der Agrarfläche werden genutzt, um „Fleisch” zu produzieren, und Tausende von Litern Wasser gehen drauf, um einen Hamburger zu machen.

Die Konsequenz: Nach der Flugscham ist das Fleischessen ganz oben auf der Liste vieler Umweltaktivist:innen. Der oder die Nicht-Vegetarier:in wird zum Schädling, ganze Städte stellen auf vegetarische Ernährung um. Erstaunlich gut produzierte Filme wie The Game Changers befeuern diesen Trend und bewirken, dass viele denken: Veganismus ist die Lösung. Doch wie immer gibt es zwei Seiten der Medaille: Der Film mag einen wahren Kern haben, berichtet aber sehr einseitig. So einseitig, dass Zweifel an der Validität der zitierten vermeintlichen Studien aufkommen.

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Seien wir ehrlich: Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Klar, weniger bis gar kein verarbeitetes Fleisch ist gut für unsere Umwelt und die Gesundheit. Sollte der Ansatz aber statt „gar kein Fleisch“ nicht eher „mehr hochwertiges Fleisch“ sein, z. B. Wildbret aus der Umgebung? So beschreibt auch Robert Lustig in seinem Buch „Metabolical“ das eigentliche Problem: Kühe scheiden deshalb Methan aus, weil wir sie vorher mit Antibiotika füttern. Ihr Bakterienbiotop im Darm ist in seiner Funktion so gestört, dass sie ständig pupsen. Kurz: Das Methan- und Fleischproblem ist von Menschen gemacht, weil sie Tiere in Mastställe stecken. Das Fleisch macht uns vor allem deshalb krank, weil es in den seltensten Fällen pur ist, wenn es bei uns auf dem Teller landet. Umgekehrt führt der vollständige Fleischverzicht meist dazu, dass wir mehr kohlenhydratreiche und andere hochverarbeitete Produkte essen. Kann das die Lösung sein?

Klasse statt Masse: Wir brauchen viel weniger, als wir denken

Das metabolische Syndrom, zu dem unter anderem Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck gehören, entsteht deshalb, weil ein Großteil über Jahrzehnte hinweg eine Insulinresistenz entwickelt hat. Die Folge: Das eigene Fett aus dem Körper können wir gar nicht mehr nutzen. Wir sollten also unsere westliche Ernährung infrage stellen – oder das, was die Industrie uns als gesunde Ernährung weismachen will (z. B. Müsli zum Frühstück). Meine Meinung: Die Agrarwirtschaft in ihrer jetzigen Form müsste sich massiv wandeln, damit wir nicht geradewegs in eine Diabetes-Typ-2-Epidemie hineinrutschen… weiterlesen

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