Weltkarte der Bodenverseuchung

Weltkarte der Bodenverseuchung
Grafik: University of Sydney

Weltkarte der Bodenverseuchung

Wissenschaftler der australischen University of Sydney haben weltweit erstmals eine Übersichts-Karte publiziert, auf der sie die Belastung der Böden mit dem umstrittenen und von Kritikern als krebsauslösend eingestuften Unkrautvernichter Glyphosat der Leverkusener Bayer AG zeigen. Die Karte publizierten die Agrarwissenschaftler Federico Maggi und Alex McBratney im Fachblatt ScienceDirect.

2020 sollen nach mehreren Millionenschweren Klagen auch in Australien die ersten Schadenersatztprozesse gegen den deutschen Agrarchemie-Konzern starten, der das Pestizid Roundup seit der Übernahme des US-Unternehmens Monsanto herstellt.

Roundup-Abbauprodukte lange im Boden nachweisbar
Roundup BayerAG
Roundup Foto: Bayer AG

Am stärksten belastet sind die Äcker in den USA und Argentinien, in Europa sowie in Ost- und Südasien. Es kommt dort vornehmlich auf Maisfeldern und im Soja-Anbau zu Einsatz. „Gerade weil die Wissenschaft zurzeit aber noch immer darüber streitet, ob das Pflanzengift für Menschen wirklich gefährlich sei“, sagt Professor Alex McBratney, „sollten wir bei der Anwendung daher besonders vorsichtig vorgehen.“

Federico Maggi sammelte deshalb Daten, um feststellen zu können, wie weit sich der Wirkstoff bereits auf dem Planeten verbreitet hat. Dabei suchte er auch nach Abbauprodukten von Glyphosat, da Experten davon ausgehen, dass vor allem die besonders dauerhafte Aminomethylphosphonsäure für die Gefahr durch Glyphosat verantwortlich sein dürfte.

Die australischen Forscher plädieren vor allem dafür, dass die Landwirtschaft nicht lämnger von nur einem Wirkstoff abhängig sein dürfe. Das vergrößere die Gefahren. „Auch jenseits der gesundheitlichen Risiken ist es nicht gut, wenn sich die Agrarökonomie auf nur ein einziges Präparat stützt“, betont McBratney.

pit

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