Wie gut ist das neue Klimaziel der EU-Kommission?

Wie gut ist das neue Klimaziel der EU-Kommission?
Kohlekraftwerk Mehrum Foto: Rabanus Flavus / Wikimedia PD

Wie gut ist das neue Klimaziel der EU-Kommission?

Spiegel: Ein halbes Jahrhundert hat es gedauert vom ersten regierungsoffiziellen Expertenbericht, der 1965 vor der globalen Erwärmung durch fossile Energienutzung warnte, bis 2015 das Pariser Klimaabkommen einstimmig beschlossen wurde. In Paris haben sich alle Staaten verpflichtet, die globale Erwärmung „deutlich unter 2 Grad Celsius“ zu halten und „Anstrengungen zu unternehmen“, sie auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Bei allem Für und Wider ist das neue EU-Ziel – eine Emissionsminderung um mindestens 55 Prozent bis 2030 – insgesamt vertretbar. Es ist so moderat gewählt, dass auch konservative Abgeordnete zustimmen können, aber es ist nicht vorbildlich – 60 Prozent Minderung wären besser.

Sollte Joe Biden im November die US-Wahlen gewinnen, würden Europa mit seinem „European Green Deal“ und die USA mit einer wahrscheinlich klimafreundlicheren Politik an einem Strang ziehen, angetrieben nicht zuletzt von der weltweiten Schülerbewegung Fridays for Future. Auch die chinesische Führung hat den Ernst der Klimakrise erkannt und sich erstmals zu Klimaneutralität bis 2060 bekannt. Wir könnten einem gesellschaftlichen Kipppunkt näher sein, als wir denken, ab dem Klimaschutz endlich mit dem nötigen Ernst angepackt wird. Denn am Ende zählen nicht schöne Worte und hehre Ziele, sondern nur Taten. Und die globale Fieberkurve.

Hier geht es zum kompletten Artikel von Stefan Rahmstorf…

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