Wundermaterial als Plastik-Ersatz

Wundermaterial als Plastik-Ersatz
Foto: Pixabay CC/PublicDomain/ardege

Wundermaterial als Plastik-Ersatz

Neues Wundermaterial könnte Plastik überflüssig machen: Forscher um Shu-Hong Yu von der University of Science and Technology in China stellen es aus Zellulose her.

Es ist „so belastbar wie Kunststoff“, schreibt die Agentur Pressetextund lasse sich auch aus Bakterien herstellen. Das Material besteht aus Nanofasern, die exzellente mechanische und thermische Eigenschaften haben. Es ist fester und biegefester als die Kunstfaser Kevlar oder gar Stahl und hat eine geringere Wärmeleitfähigkeit als Glas.

Und wohl einer der größten Vorteile gegenüber den heute vielfach verwendeten Kunststoffen: „Zudem ist es biologisch abbaubar.“

Zellulose-Platte fester als Stahl

Shu-Hong Yu hat aus den Nanofasern eine Platte namens „CNFP“ hergestellt. Sie sei, schreibt die Agentur, „fester als Stahl und weitaus fester als Kunststoff oder Aluminium“. Dabei sei das Matrial so leicht wie Kunststoff.

Anders als Plastik verändere CNFP seine Form in einem Temperaturbereich zwischen minus 120 und plus 250 Grad Celsius fast nicht. Der Koeffizient liegt nahe an dem von Keramik. Die Faserplatte überstehe problemlos selbst Temperaturschocks. Yu setzte sie zehnmal einer Backofentemperatur von 120 Grad aus, gefolgt von einem Bad in flüssigem Stickstoff, der minus 196 Grad kalt ist. Die Festigkeit der Platte blieb erhalten.

Die Platte werde nicht in Form von Folien verarbeitet. Sie sei ein hoch belastbares, leichtgewichtiges Strukturmaterial etwa für Autos.

Dabei sei das Material günstig herzustellen – laut den Forschern billiger als mancher Kunststoff.

Und: Es ende nicht wie Plastik als Müll im Meer, wo es vom UV-Licht der Sonne und der Kraft des Wellengangs langsam zerkleinert werde. Eine einzige Einkaufstüte aus Plastik zerfalle, zitiert die Agentur den chinesischen Forscher, in 1,75 Millionen mikroskopisch kleine Fragmente. Diese Teilchen wiederum fressen dann Fische. So gelangen sie über unsere Nahrung auch in den menschlichen Körper.

pit

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