Zu gut für die Tonne! – Bundespreis:

Zu gut für die Tonne! – Bundespreis:
Foto: ZugutfürdieTonne / BMEL

Zu gut für die Tonne! – Bundespreis: Jury legt Nominierte fest

Seit 2016 zeichnet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) herausragende Projekte mit dem Zu gut für die Tonne! – Bundespreis aus, die dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. In diesem Jahr haben sich 160 Projekte beworben.

Bundesministerin Klöckner: „Die Sensibilisierung und Aufklärung der Verbraucherinnen und Verbraucher spielt eine große Rolle. Denn in den Privathaushalten entsteht mehr als die Hälfte der gesamten Lebensmittelabfälle. Mit unserer Initiative Zu gut für die Tonne! erhöhen wir daher seit vielen Jahren das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit Lebensmitteln. Zudem sorgen wir mit dem Bundespreis dafür, dass gute Ideen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung in die Breite getragen werden und Nachahmer finden.“

Die achtköpfige Jury unter Vorsitz von Bärbel Dieckmann, ehemalige Präsidentin der Welthungerhilfe, hat 16 Projekte als Finalisten aus den Bewerbern ausgewählt:

Die Nominierten des diesjährigen Bundespreises sind:

Landwirtschaft und Produktion

  • Beetgold GmbH für ihre „Vollgemüse Tortillas aus Gemüsetrester“ (Heimenkirch, Bayern)
  • Dörrwerk GmbH mit „RETTERGUT – die Marke, die Lebensmittel rettet“, indem sie Rohware, die im Verarbeitungsprozess anfällt, verwertet (Berlin)
  • Fischerei Schröder: „Saure Bratbrasse statt Beifang für die Tonne“ (Havelaue, Brandenburg)
  • Landwirtschaftliche Direktvermarktung Jung mit ihrem Projekt „Immer eine gute Suppe“ und der Verwertung von Althennen z.B. als Suppenhühner (Fronhausen, Hessen)

Handel

  • Bäckerei Bergmann & Sohn GmbH: „Gute Backwaren von gestern – Yesternday“ (Frömmstedt, Thüringen)
  • Picnic GmbH, die mit ihrem Online-Supermarkt „Zero Waste Supply Chain“ ermöglichen – indem sie mit intelligenter IT und Logistik die Bestellungen der Kunden passgenau mit der Bereitstellung durch die Anbieter abstimmen und die Vermarktung regionaler Produkte fördern (Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen)
  • Veggie specials by veggielutions: kaufen Waren mit fehlerhaften Etiketten oder Füllmengen-Fehlern auf, etikettieren sie korrekt um und bringen sie so in den Verkauf (Köln, Nordrhein-Westfalen)

Gastronomie

  • 1. FC Heidenheim 1846 e.V., der übrig gebliebene Speisen am Tag nach den Spielen bei einem „Mitarbeiter-Reste-Essen“ anbietet (Heidenheim, Baden-Württemberg)
  • Unverpackt-Laden „Frau Lose“: verwertet in seinem Restaurant „Fabulose“ noch genießbare Lebensmittel, die sonst in der Tonne gelandet wären (Dortmund, Nordrhein-Westfalen)
  • Soziokulturelles Zentrum Zora e.V. für das Projekt „GastroHilft“, das hilfebedürftige Menschen mit geretteten Lebensmitteln versorgt und warme Mahlzeiten für Wohnungslose anbietet (Halberstadt, Sachsen-Anhalt)

Gesellschaft und Bildung

  • Essen für Alle (EfA): eine Initiative von ehrenamtlichen Helfern, die noch genießbare Lebensmittel sammelt, verteilt und verarbeitet sowie mit ihren Kochkursen die Wertschätzung für Lebensmittel erhöht (Groß-Gerau, Hessen)
  • gelbetomaten e.V.: für „Kochen&Erleben@school“, das Grundschüler an gesunde, nachhaltige Ernährung heranführt und für das Thema Lebensmittelverschwendung sensibilisiert (Horburg, Niedersachsen)
  • Die Schwestern Georgia von le Fort und Louisa Wahler, die kühlende Gefäße aus recyceltem Porzellan entwickelt haben – Obst und Gemüse bleibt so richtig temperiert und länger frisch (Hamburg)

Digitalisierung

  • DANONE GmbH: „Online Clearance-Sale“ für bestimmte Großkunden, vor allem öffentliche Einrichtungen, die Produkte mit geringer Mindest-Rest-Frische ankaufen können (Haar, Bayern)
  • Direkt vom Beet e.V vernetzt Gärtner und Städter virtuell, damit Gartenfrüchte nicht im Müll und Kompost landen, sondern verwertet werden (Chemnitz, Sachsen)
  • SPaRK.global GmbH: für eine innovative Distributions-Plattform, die überschüssige, aber noch einwandfreie Produkte aus einem Unternehmen zur weiteren Verwendung an andere Abnehmer vermittelt (Berlin)

Neben dem Preis in den genannten Kategorien, werden zudem drei Förderpreise im Gesamtwert von 15.000 Euro vergeben. Die Gewinner werden am 20. Mai 2021 durch Bundesministerin Julia Klöckner ausgezeichnet. (Quelle: BMEL) 

hjo

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