Solar-Ausbau in Deutschland schwächt sich ab

Solar-Ausbau in Deutschland schwächt sich ab
Foto: Pixabay /PublicDomain

Solar-Ausbau in Deutschland schwächt sich ab

handelsblatt.com: Deutschland bleibt beim Solarausbau stark abhängig von China – ein Großteil der Importe kommt aus der Volksrepublik. Nicht nur der Ausbau der Technik verlangsamt sich, auch die Produktion.

Der Ausbau der Solarenergie in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr verlangsamt. Die Zahl der Anlagen nahm um 17,6 Prozent im Vergleich zu 2024 zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

In den beiden Vorjahren hatte der Zuwachs noch bei jeweils mehr als 27 Prozent gelegen. Insgesamt waren Ende 2025 knapp 4,8 Millionen Photovoltaikanlagen auf Dächern und Grundstücken installiert, ein Höchstwert. Die installierte Leistung wuchs um 11,8 Prozent auf 106.200 Megawatt.

Lesen Sie auch:

Erfasst werden in der Statistik alle Photovoltaikanlagen, die in die Netze der öffentlichen Versorgung einspeisen und über einen Stromzähler verfügen, der die eingespeisten Strommengen misst. Kleinere Anlagen wie Balkonkraftwerke fallen daher in der Regel nicht darunter.

Die nachlassende Dynamik spiegelt sich auch in anderen Bereichen wider. So sind die Importe von Photovoltaikanlagen im vergangenen Jahr gesunken.

Der Wert der eingeführten Solarzellen und Solarmodule schrumpfte um 7,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Der Wert der exportierten Photovoltaikanlagen brach sogar um 30,1 Prozent auf 358 Millionen Euro ein.

Abhängigkeit von China

Bei den Importen bleibt Deutschland extrem abhängig von China: 88,0 Prozent der eingeführten Photovoltaikanlagen stammten 2025 aus der Volksrepublik. Danach folgten mit großem Abstand die Niederlande (5,2 Prozent). Die Exporte gingen zu einem großen Teil in europäische Staaten. Die wichtigsten Abnehmer waren 2025 Italien (15,9 Prozent), Österreich (14,8 Prozent), und die Schweiz (7,2 Prozent).

Die Produktion von Solarmodulen für Photovoltaikanlagen ist in Deutschland in den ersten drei Quartalen 2025 deutlich gesunken: Die Anzahl der produzierten Solarmodule brach um 60,6 Prozent auf 509.200 Stück ein. Damit setzte sich der Abwärtstrend fort: 2024 hatte sich die Prouktion mehr als halbiert auf gut 1,5 Millionen.

Haushalte erzeugen Solarstrom nicht nur für den Eigenbedarf, sondern speisen ihn auch ins Netz ein. 2023 hatten 4,9 Prozent der privaten Haushalte – insgesamt rund zwei Millionen – Einnahmen aus dem Verkauf von Solarstrom. 2018 waren 1,2 Millionen Haushalte. Deren Einnahmen aus dem Stromverkauf lag 2023 bei durchschnittlich 153 Euro im Monat – rund 37 prozent weniger als 2018 mit monatlich 243 Euro… weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.