Behörde warnt: Streift ein Puma durch Bayern?

Behörde warnt: Streift ein Puma durch Bayern?
Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Behörde warnt: Streift ein Puma durch Bayern?

taz.de: Spaziergänge vermeiden, Kinder nicht aus den Augen lassen: Ein Nachtsichtgerät soll einen Puma gezeigt haben. Was ist da unterwegs?

Mit Wärmebilddrohnen, einem Hubschrauber und Hunden durchkämmen Polizistinnen und Polizisten ein Naturschutzgebiet in der Nähe des Münchner Flughafens. Eine Beobachtung eines Jägers hat das Landratsamt Erding zu einer Warnung veranlasst: Eine Raubkatze könnte durch das Gebiet bei Oberding (Landkreis Erding) streifen – womöglich ein Puma. Was bisher bekannt ist – und was nicht.

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Streift da wirklich ein Puma durchs Moos?

Das ist bisher nicht sicher geklärt. Die Vermutung der Behörden beruht auf der Einschätzung eines nicht namentlich genannten Experten, der Aufnahmen aus der Wärmebildkamera eines Jägers vom Dienstagabend analysiert hatte. Das Landratsamt Erding sprach zuletzt von einer „Raubkatzensichtung“ und schränkte ein: „Nach wie vor ist nicht klar, um welche Tierart es sich handelt. Die Untersuchungen zur Bestimmung des Tieres dauern an.“

Kreisjägerchef Thomas Schreder sagte der dpa auf Anfrage, er sei sich nach Betrachtung der Aufnahmen zumindest ziemlich sicher, dass es sich bei dem Tier nicht um eine heimische Raubkatze wie zum Beispiel einen Luchs handelt. Die Bilder sollen laut Landratsamt „in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten“ weiter analysiert werden.

Wie könnte ein Puma dorthin gelangt sein?

Darüber rätseln auch die zuständigen Behörden. „Zu einem etwaigen Halter des Tieres gibt es keine neuen Erkenntnisse“, teilte das Landratsamt zuletzt mit. Im nahe gelegenen Hallbergmoos gastiert diese Woche zwar ein Zirkus. Der besitzt nach eigenen Angaben aber keine Raubkatzen. Auch ein Tierheim in Oberdinger Moos bekam laut der Leiterin am Mittwoch einen Anruf von der Polizei wegen der Frage nach einem vermissten Puma – doch die Einrichtung hält die Tiere nach eigenen Angaben schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Die Auffangstation für Reptilien in München hätte nach Auskunft einer Sprecherin zwar Kapazitäten, um einen Puma aufzunehmen – hatte aber zuletzt kein solches Tier in Betreuung, das jetzt vermisst würde. Private Halter müssten einen Puma eigentlich bei der örtlichen Gemeinde melden. Auch in diese Richtung ergaben sich zunächst aber keine konkreteren Hinweise.

Heimisch ist der Puma in Bayern jedenfalls nicht: Die Weltnaturschutzunion IUCN benennt als Lebensräume des Pumas Nord-, Mittel- und Südamerika.

Wurde nach der Beobachtung irgendetwas gefunden?

Nein. Die Polizei setzte am Mittwochabend neben Beamten auch Hubschrauber und Wärmebilddrohnen ein, um das Tier zu finden. Entdeckt wurden aber weder ein Puma noch Spuren oder eine Beute, die einer Raubkatze zuzuordnen wären. Bisher stützen sich die meisten Erkenntnisse der Behörden also weiter auf die Auswertung der Aufnahmen aus der Wärmebildkamera… weiterlesen

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