Gute Gründe mit Kindern öfter zu gärtnern

Gute Gründe mit Kindern öfter zu gärtnern
eltern.de: Ran an den Spaten! Denn gärtnern macht nicht nur Spaß, sondern hat auch eine Vielzahl positiver Effekte für Körper und Geist. Hier erfährst du, warum das gemeinsame Graben, Säen und Pflanzen so wertvoll ist – und bekommst Tipps für kinderfreundliche Gartenprojekte.
Der Frühling ist endlich da und man spürt ganz deutlich, wie die ersten Sonnenstrahlen unsere wintermüden Lebensgeister wecken. Was gibt es jetzt Schöneres, als das Frühlingserwachen im Garten oder auf dem Balkon hautnah mitzuerleben und mitzugestalten – mit kleinen, helfenden Händen an unserer Seite?
Dabei ist es egal, ob ihr Blumen pflanzt, Gemüse sät oder Insekten beobachtet: Gärtnern im Freien macht nicht nur Spaß, sondern ist auch für die Gesundheit und die Entwicklung deines Kindes erstaunlich förderlich. Erfahre hier, warum die gemeinsame Gartenzeit so guttut – und welche Projekte ihr jetzt angehen könnt.
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1. Weil gärtnern Stress reduziert und glücklich macht
Wusstest du, dass schon dreißig Minuten körperliche Aktivität im Grünen den Körper entspannen? Gärtnern senkt nachweislich das Stresslevel und fördert das allgemeine Wohlbefinden, weil es den Cortisolspiegel (das „Stresshormon“ unseres Körpers) senkt. Die ruhigen, rhythmischen Bewegungen etwa beim Unkraut jäten können sogar einen regelrechten Meditationszustand erzeugen. Zudem werden Kinder, die sich im Garten ausprobieren dürfen, im wahrsten Sinne des Wortes geerdet. Das haptische Erleben von Erde, Pflanzen und Wasser hilft, sich ganz auf den Moment einzulassen. Der Kopf kommt zur Ruhe – und ein gemeinsames Gartenprojekt wird zur Kraftquelle für die ganze Familie.
2. Weil Kinder neugierig auf gesundes Essen werden
Wenn dein Kind sieht, wie die kleine Tomatenpflanze, die es selbst gepflanzt hat, wächst, wird der Bezug zu frischen Lebensmitteln plötzlich ganz nah und greifbar. Und Kinder, die beim Anbau von Obst und Gemüse mithelfen, sollen sogar mehr frische Lebensmittel probieren – ja, sogar die weniger beliebten wie Spinat! Auf jeden Fall ist Gemüseanbau eine super Gelegenheit, um Kindern den Wert und das Wachsen von Lebensmitteln näher zu bringen.
3. Weil gärtnern die Motorik fördert und die Sinne stärkt
Von wildem Graben bis hin zu feinem Säen: Beim Gärtnern werden sowohl die Grob- als auch die Feinmotorik spielerisch trainiert. Der richtige Umgang mit Gießkanne oder Pflanzstöcken schult koordinative Fähigkeiten. Zudem erlebt dein Kind bei der Gartenarbeit verschiedene Sinnesreize – und Bewegungsformen: Was riecht und summt denn hier? Wie hocke ich mich am besten hin? Wer richtig aktiv ackert (im wahrsten Sinne) verbrennt sogar Kalorien und legt eine regelrechte Fitnesseinheit ein.
4. Weil Zeit im Grünen die Kreativität anregt
Der Garten ist ein Ort voller Möglichkeiten – und besonders Kinder entdecken hier oft ihre eigene Kreativität. Wie soll das Blumenbeet aussehen? Welche Farben passen zueinander? Mit Steinchen dekorieren oder lieber ein Vogelhäuschen bemalen? Gemeinsam könnt ihr im Garten neue Ideen entstehen lassen; ganz ohne Druck und Vorgaben.
5. Weil der Garten keine Noten verteilt
In der Schule oder im Job wird unsere Leistung regelmäßig bewertet – im Garten ist das anders. Und Scheitern als Teil des Lernens durchaus erwünscht. Und wenn die erste Radieschen-Ernte gelingt, stärkt das das Selbstbewusstsein der Kinder enorm – ganz ohne Noten oder Zeitdruck.
6. Weil gärtnern analoge Familienzeit bedeutet
Im Garten an einem Projekt zu werkeln ist analoge Entschleunigung pur – fernab von Hektik und Bildschirmflimmern. Das kleine Samenkorn wird nicht über Nacht zur fertigen Pflanze – und genau das macht den Zauber für Kinder aus. Und gleichzeitig lernen sie, das manche Dinge Zeit brauchen und sich Geduld sowie Fürsorge am Ende auszahlen.
7. Weil Kinder im Garten ihre Selbstwirksamkeit stärken
Wenn Kinder im Garten pflanzen, pflegen und später wortwörtlich die Früchte ihrer Arbeit ernten, spüren sie, dass ihre Handlungen einen direkten Einfluss haben – und das stärkt ihre Selbstwirksamkeit. Selbstwirksamkeit bedeutet, ein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, was langfristig hilft, Herausforderungen mutig anzugehen.
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