Urban Gardening: Gärtnern ohne Garten

Urban Gardening: Gärtnern ohne Garten
Foto: Lotta Repenning

Urban Gardening: Gärtnern ohne Garten

Ob im Innenhof, auf der Dachterrasse oder dem Balkon – kleine Obst-, Gemüse und Kräuterbeete erfreuen sich immer größerer Beliebtheit bei Stadtbewohnern. Urban Gardening ist hier das entscheidende Stichwort. Wer in der Stadt lebt und keinen großen Garten hat, der muss eben kreativ werden.

Genau das macht Urban Gardening aus: Kreativität gepaart mit Pflanzenliebe. Im frei verfügbaren Ratgeber „Urban Gardening für Stadtfamilien“ finden sich viele nützliche Tipps und Tricks, sowie ein Pflanzenkalender für das ganze Jahr. Spannend für alle Urban Gardening-Profis sowie ein jene, die es noch werden wollen.

Das steckt hinter dem Konzept des Urban Gardenings

Bereits in den 1980er-Jahren bildeten sich in New York City auf leeren Grundstücken erste Community Gardens. Die Stadtbewohner errichteten urbane Gärten und wollten ihre Viertel selbst attraktiver und lebenswerter gestalten, ohne sich auf die Stadtverwaltung zu verlassen.

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In Deutschland ist vor allem Berlin Vorreiter in puncto Urban Gardening, aber auch in anderen Großstädten werden urbane Gemeinschaftsgärten ebenso beliebter wie private Minigärten auf engstem Raum.

Urban Gardening: Das sind die Voraussetzungen

Das praktische am Urban Gardening ist, dass Vorkenntnisse praktisch nicht erforderlich sind. Wichtig sind Freude am Wachstum von Pflanzen und ein klein wenig Disziplin, die sich lohnt.

Man braucht lediglich eine kleine Anbaufläche oder – für den Anbau in den eigenen vier Wänden – Hochbeete, Balkonkästen sowie ein paar Pflanzkübel oder -Kisten. Der große Vorteil an der Aufteilung auf mehrere Pflanzbehälter: Die jeweiligen Nutzpflanzen können je nach Bedarf ausgetauscht oder angeordnet werden und geben damit auch eine hervorragende Innendekoration ab.

Am Ende des Anbauprozesses hat man auf jeden Fall frische Kräuter, Obst oder Gemüse aus eigenem Anbau, das unbedenklich konsumiert werden kann.

Beim Urban Gardening kann man sich guten Gewissens am Kreislauf der Pflanzen orientieren. Dieser besteht grob aus den Stationen Aussaat, Pflege, Ernte und Überwinterung. Wichtig ist es jedoch, jeden dieser Schritte a) zum richtigen Zeitpunkt auszuführen und b) vor allem bei der Pflege der einzelnen Nutzpflanzen auf die richtige Ausführung zu achten. Die Kernfaktoren, die es in diesem Fall zu beachten gilt, sind vor allem Folgende:

Worauf es beim Urban Gardening ankommt
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  • Ort: Der Ort, an dem sich die Pflanze am besten entwickelt. Manche wachsen besser in der Sonne, andere wiederum im Schatten oder Halbschatten.
  • Wassermenge: Natürlicherweise brauchen alle Nutzpflanzen Wasser, um zu gedeihen. Der Kalender verrät, welche der Pflanzen viel Wasser brauchen und welche weniger benötigen. Mit der optimalen Wassermenge in Zusammenhang steht auch die Bodenfeuchtigkeit.
  • Abstand: Um sich optimal entwickeln und ausbreiten zu können, benötigen Nutzpflanzen unterschiedliche Abstände zu anderen Pflanzen. Wenn sie im selben Beet gepflanzt werden, kommen sich die Pflanzen bei optimaler Platzierung nicht mit ihren Wurzeln gegenseitig in den Weg.
  • Nachbarn: Eng verknüpft mit dem Abstand sind die Nachbarn von Nutzpflanzen. Manche vertragen sich besser, manche weniger. Mal sind es die Stoffwechselprodukte, die Nutzpflanzen ins Erdreich abgeben und sich positiv oder negativ auf das Wachstum benachbarter Pflanzen auswirkt, mal sind es die Aromastoffe, die Nutzpflanzen abgeben und unterschiedliche Wirkungen erzielen. In einer guten Nachbarschaft schützen Pflanzen einander vor Schädlingen und Krankheiten.
Viele nützliche Tipps im Pflanzkalender

Alle wichtigen Informationen und Tipps, die man zum Urban Gardening braucht, finden sich kurz und kompakt im kostenlosen Pflanzkalender. Von Obst wie Erdbeeren und Kiwis über Gemüse wie Möhren und Paprika bis hin zu beliebten Kräutern wie Schnittlauch und Petersilie – alle im Kalender vermerkten Nutzpflanzen lassen sich für den Eigenbedarf verwenden!

Besonders praktisch: Bauernregeln für jeden Monat und wichtige Daten für den Pflanzenbau weisen den Weg zur optimalen Ernte – so geht wirklich nichts schief!

Lina Korb

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