CleanLoop: Weiternutzen statt entsorgen

CleanLoop: Weiternutzen statt entsorgen
Gemeinsam mit Österreichs Nationalteam-Goalie Alexander Schlager (r.) bringt Roman Hörantner (l. ) funktionsfähige, gewerbliche Reinigungsmaschinen und Gastronomiegeräte wieder in den Kreislauf. Foto: CleanLoop / Neumayr

CleanLoop: Weiternutzen statt entsorgen

Weil beim industriellen Reinigen immer wieder Geräte oder Reste von Reinigungsmitteln übrigbleiben, hat CleanLoop ein Rücknahmesystem entwickelt, das Kreislaufwirtschaft in diesem Bereich ermöglicht. Gründer und Geschäftsführer Roman Hörantner erklärt im global°-Interview Hintergründe des Business. Mit CleanLoop verfolgt er – gemeinsam mit Geschäftspartner Alex Schlager – das Ziel, funktionstüchtige Reinigungsmaschinen und Restbestände wieder in den Kreislauf zu bringen und damit wirtschaftliche sowie ökologische Vorteile zu schaffen.

Saubermachen hinterlässt viel Müll: Ihr Geschäftsmodell setzt an diesem Paradox an: Wie?
Roman Hörantner F: F. Neumayr

Roman Hörantner : Reinigung ist unverzichtbar, verursacht aber oft mehr Ressourcenverbrauch als nötig. In vielen Betrieben bleiben durch Lieferantenwechsel, Überbestellungen oder neue Geräte Reinigungsmittel und funktionstüchtige Maschinen übrig, die ungenutzt im Lager stehen oder entsorgt werden. Genau hier setzen wir an: Wir bringen über den digitalen Marktplatz www.cleanloop.at diese Produkte wieder in den Kreislauf und verlängern ihre Nutzungsdauer. Das spart Ressourcen, vermeidet Abfall und ist gleichzeitig wirtschaftlich sinnvoll.

Warum ist gerade der Gastro-Bereich hier Ihr Zielmarkt?

Die Gastronomie arbeitet mit professionellen Geräten und spezialisierten Reinigungsmitteln. Gleichzeitig verändern sich Anforderungen laufend – sei es durch neue Konzepte, Umbauten oder Lieferantenwechsel. Dadurch entstehen regelmäßig Restbestände und ungenutzte Geräte. Aus unserer langjährigen Branchenerfahrung wissen wir, dass hier ein echter Bedarf besteht, wirtschaftliche Lösungen mit mehr Nachhaltigkeit zu verbinden. Gerade junge Gastronom:innen stehen oft vor der Herausforderung, mit begrenztem Budget einen Betrieb aufzubauen. Wenn sie hochwertige Geräte aus zweiter Hand nutzen können, profitieren sie doppelt: Sie sparen Geld und handeln gleichzeitig ressourcenschonend. Genau hier sehen wir großes Potenzial.

Lesen Sie auch:

Welche Vorteile haben Betriebe durch Ihren Service?

Betriebe können ungenutzte Geräte und Produkte unkompliziert verkaufen, statt sie abzuschreiben oder zu entsorgen. Das schafft Platz und generiert zusätzliche Einnahmen. Auf der anderen Seite erhalten Käufer:innen Zugang zu funktionstüchtigen Maschinen und Produkten zu deutlich günstigeren Preisen. Gerade für Gründer:innen und Betriebe mit begrenztem Budget kann das ein entscheidender Vorteil sein.

Könn(t)en auch Privatmenschen nachhaltiger reinigen – und wie würde das möglich sein?

Absolut. Nachhaltiger reinigen beginnt oft mit einfachen Entscheidungen: Produkte vollständig nutzen, Überkäufe vermeiden und funktionierende Geräte möglichst lange verwenden. Genau diesen Gedanken wollen wir fördern. Denn Wiederverwenden statt Wegwerfen ist nicht nur ein Thema für Unternehmen, sondern kann auch im privaten Alltag einen wichtigen Beitrag leisten – für die Umwelt und für das eigene Budget.

pit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.