Kampf gegen Welthunger zeigt Erfolge

Kampf gegen Welthunger zeigt Erfolge
utopia.de: 7,8 Prozent der Weltbevölkerung litten 2025 an Hunger. In diesem tragischen Fakt steckt auch Hoffnung: Denn es ist der niedrigste Wert seit der Corona-Pandemie. 2030 könnte ein historisches Tief erreicht werden.
Zum dritten Mal in Folge ist der Welthunger gesunken. Laut dem gemeinsamen Jahresbericht von FAO, UNICEF, WFP, IFAD und WHO litten 2025 schätzungsweise 645 Millionen Menschen an Hunger – das entspricht 7,8 Prozent der Weltbevölkerung. Im Vergleich zu 2024 (8,1 Prozent) und zum Höchststand von 2022 (8,6 Prozent) ist das ein deutlicher Rückgang. Damit liegt die Quote erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder unter der 8-Prozent-Marke.
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Quote sinkt, aber Bevölkerung wächst
Einen echten historischen Tiefstand markiert das Ergebnis allerdings nicht. Zwar ist die Quote verglichen mit dem Jahr 2015, in dem die internationale Gemeinschaft die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen verabschiedete, leicht gesunken: Damals waren es 8,0 Prozent. Absolut gesehen hungern heute aber rund 50 Millionen Menschen mehr als 2015, weil die Weltbevölkerung seitdem gewachsen ist.
Trendwende in Afrika möglich
Regional zeigt sich ein gespaltenes Bild. In Asien und Lateinamerika sowie der Karibik sinkt der Hunger seit Jahren kontinuierlich. In Afrika hingegen war die Quote seit 2017 stetig gestiegen. Erst 2025 deuten die Daten auf eine Trendwende hin. Gleichzeitig lebt dort inzwischen die größte Zahl hungernder Menschen weltweit: 309 Millionen Afrikaner:innen waren 2025 betroffen, das entspricht 20 Prozent der Bevölkerung des Kontinents. In Asien sind es 6,0 Prozent, in Lateinamerika und der Karibik 4,8 Prozent.
Prognose: 2030 könnte historisch werden
Die Prognosen des Berichts gehen davon aus, dass im Jahr 2030 noch zwischen 510 und 520 Millionen Menschen hungern werden, davon 56 Prozent in Afrika.
Immerhin: Gegenüber heute entspräche das einem Rückgang von rund 20 Prozent, also etwa 125 Millionen weniger hungernde Menschen als 2025. Doch das selbst gesteckte Ziel der Vereinten Nationen, Hunger bis 2030 vollständig zu beenden, würde damit klar verfehlt. Der Bericht bezeichnet es als „schwer erreichbares Ziel“ und warnt, dass aktuelle Krisen wie der Nahostkonflikt 2026 die Fortschritte in Afrika und Asien zusätzlich gefährden könnten… weiterlesen


