Fressen Wale Menschen: Einer könnte es schaffen
Fressen Wale Menschen: Einer könnte es schaffen
focus.de: Es existieren zahlreiche Geschichten darüber, dass Menschen von Walen gefressen werden. Aber stimmt das? Können die großen Säugetiere Menschen wirklich verschlingen?
Die Nahrung eines Wals hängt von den Zähnen ab: Bartenwale bevorzugen kleinere Beutetiere. Sie verwenden dafür ihre kammartigen Strukturen im Maul, um Plankton, Krill und kleine Fische aus dem Meerwasser zu filtern. Zahnwale fressen Fische und Kalmare, aber auch Robben.
Können Wale Menschen fressen? Die Größe der Speiseröhre entscheidend
Wale sind aber nicht in der Lage, Menschen zu fressen oder zu verschlucken. Ihr Maul ist zwar groß, ihre Speiseröhre dagegen zu eng, um einen Menschen aufnehmen zu können.
Lesen Sie auch:
Einzige Ausnahme: Pottwale. Sie wären theoretisch dazu in der Lage. Diese Wale treffen aber nur selten auf Menschen. Und Personen, die sich in einem solchen Maul befanden, wurden immer wieder ausgespuckt.
Bartenwale und Zahnwale: Das macht die jeweilige Art aus
- Bartenwale sind die größeren Vertreter unter den Walen und haben keine Zähne, sondern sogenannte Barten im Maul. Diese hornartigen, kammförmigen Platten nutzen sie, um Nahrung aus dem Wasser zu filtern. Sie fressen vor allem Krill, Plankton und kleine Fische, indem sie große Mengen Wasser aufnehmen und anschließend wieder hinauspressen.
- Zu den Bartenwalen zählen etwa der Blauwal, der Buckelwal und der Grauwal. Viele Arten sind für ihre enorme Körpergröße bekannt, obwohl sie vergleichsweise kleine Beute fressen. Typisch ist außerdem, dass Bartenwale meist eher auf Filtration als auf aktive Jagd einzelner Tiere spezialisiert sind.
- Zahnwale besitzen im Gegensatz dazu echte Zähne und jagen ihre Beute aktiv. Sie ernähren sich meist von Fischen, Kalmaren und je nach Art auch von größeren Tieren wie Robben oder anderen Meeressäugern. Zu den Zahnwalen gehören unter anderem Delfine, Orcas, Narwale und der Pottwal.
- Viele Zahnwale nutzen zur Orientierung und Jagd die Echoortung, also eine Art biologisches Sonar. Dadurch können sie auch in dunklem oder trübem Wasser Beute präzise aufspüren. Im Unterschied zu Bartenwalen sind Zahnwale oft beweglicher, jagdorientierter und auf einzelne Beutetiere spezialisiert.
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Barten- und Zahnwalen
Der zentrale Unterschied liegt also im Maulaufbau: Barten statt Zähne bei den einen, Zähne statt Barten bei den anderen. Daraus ergibt sich auch die unterschiedliche Ernährungsweise: Bartenwale ernähren sich durch Filtration kleiner Beute, Zahnwale fangen größere Einzelbeute mit den Zähnen. Bartenwale fressen meist sehr kleine Beute in großen Mengen, während Zahnwale einzelne, oft größere Beutetiere erlegen… weiterlesen


