Artenschutz: Wale können beim Klimaschutz helfen

Artenschutz: Wale können beim Klimaschutz helfen
Foto: MemoryCatcher/PixabayCC/PublicDomain

Artenschutz: Wale können beim Klimaschutz helfen

n-tv.de: Zu viel CO2 in der Atmosphäre treibt die Erderwärmung voran. Ein Forscherteam bringt nun ein simple Lösung ins Spiel: Der Schutz von Walen könnte ein wirksames Mittel zum Abbau des Treibhausgases sein. Das hat mit dem gewaltigen Appetit der riesigen Meeressäuger zu tun.

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Blau-, Finn- und Pottwale gehören zu den größten Lebewesen der Erde. Möglicherweise könnten die tonnenschweren Giganten beim Kampf gegen den Klimawandel helfen, schreibt ein Team von US-Forschern im Fachmagazin „Trends in Ecology & Evolution“. Die Wale lagerten beim Fressen und Wachsen Kohlenstoff ein und transportierten ihn in die Tiefsee, wenn ihre Körper nach dem Tod absinken. Der mögliche Beitrag zum Klimaschutz ergänze die vielen ökologischen, kulturellen und moralischen Gründe, die es für den Erhalt der Walbestände gebe.

In ihrem Beitrag erläutern die Forschenden um Heidi Pearson von der University of Alaska Southeast, welche Rolle große Wale in den Meeren für den Kohlenstoffkreislauf der Erde spielen. Wale fressen demnach bis zu vier Prozent ihrer eigenen Körpermasse in Form von Krill und Plankton – jeden Tag. Den Kohlenstoff, aus dem ihr Futter größtenteils besteht, lagern sie in ihrer eigenen Biomasse ein. Auf der anderen Seite fördern ihre nährstoffreichen Ausscheidungen das Wachstum von Phytoplankton, was wiederum Kohlendioxid aus der Atmosphäre bindet.

Aufgrund ihrer Größe und Langlebigkeit speicherten Wale Kohlenstoff effektiver als kleine Tiere, nähmen extreme Mengen an Beute auf und produzierten große Mengen an Abfallprodukten. „In Anbetracht der Tatsache, dass Bartenwale einige der längsten Wanderungen auf dem Planeten haben, beeinflussen sie möglicherweise die Nährstoffdynamik und den Kohlenstoffkreislauf über Ozeanbecken hinweg.“ Mit dem industriellen Walfang und dem Schrumpfen vieler Walbestände sei die in den Tieren gespeicherte Menge an Kohlenstoff zurückgegangen, schreiben die Forschenden.

Ob Maßnahmen zum Schutz und zur Erholung der Bestände tatsächlich eine naturbasierte Lösung im Kampf gegen den Klimawandel sein könnten, vermögen die Autoren nicht eindeutig zu sagen… weiterlesen

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