Aus Sahara soll jetzt Wald werden

Aus Sahara soll jetzt Wald werden
bild.de: Es klingt verrückt, ist aber ernst gemeint: Auf einer Fläche so groß wie Rheinland-Pfalz (fast 20.000 Quadratkilometer) soll in der Wüste im afrikanischen Mauretanien ein Wald entstehen. Die ersten 50 Hektar sollen schon im Herbst bepflanzt werden.
Was wie Träumerei klingt, hält Peter Heck, Professor für Umweltwirtschaft am Umweltcampus in Birkenfeld (Rheinland-Pfalz), für realistisch. Er sieht es als Chance für den Klimaschutz.
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„Fahren Sie nach Dubai oder Abu Dhabi. Vor 40 Jahren sah es da genauso aus wie in Mauretanien. Heute haben Sie dort Wälder und Parks“, zitiert ihn der „Südwestrundfunk“.
Genauso soll es mit dem Ödland in Afrika passieren: Wasser für den Wald soll aus dem Atlantik gepumpt und in riesigen Entsalzungsanlagen aufbereitet werden. Nach Hecks Worten könnte der neue Wald rund ein Drittel der deutschen CO₂-Ausstöße binden.
Die Kosten für das Projekt in der Sahara
Doch zuvor muss eine Menge Geld in die Hände genommen werden, geschätzt bis zu 120 Milliarden Euro. Siebeneinhalb Millionen Euro steuert bereits das Unternehmen „Darkgreen Impact Energy“ aus Luxemburg für das Projekt „Sahara Renaissance“ (Auferstehung der Sahara) zu.
Zunächst sollen eine Baumschule und ein kleines Hotel mit Showroom gebaut werden. Ein Vertrag mit der Regierung des Staates im nordwestlichen Afrika am Atlantik soll in den nächsten Wochen unterschrieben werden.
Greenwashing mit Bäumen in der Wüste
Für die Finanzierung sieht Umwelt-Professor Heck eine Lösung: Investoren könnten am Verkauf von CO₂-Zertifikaten verdienen. Es gibt aber auch kritische Stimmen. … weiterlesen


