Red Bull Fabrik entfach Streit um Wasser

Red Bull Fabrik entfach Streit um Wasser
spiegel.de: Für eine geplante Dosenfabrik des Energydrink-Herstellers sollen 16 Hektar Kiefernwald abgeholzt werden. Das Millionenprojekt weckt noch andere Bedenken. Anwohner sind deshalb nun vor Gericht gezogen.
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Die Transparenzplattform »Frag den Staat« hat zusammen mit Anwohnern gegen die brandenburgische Stadt Baruth/Mark geklagt. Grund sind Wasserverträge mit den Getränkeherstellern Red Bull und Rauch, die die Gemeinde bisher unter Verschluss hält. In der im Juli eingereichten Klageschrift fordert die zivilgesellschaftliche Organisation »Zugang zu den Verträgen« zwischen der Stadt und den Unternehmen. Zudem verlangt sie Informationen über die vereinbarte Fördermenge. Zuständig ist das Verwaltungsgericht Potsdam.
Bürgermeister Peter Ilk weigert sich, diese offenzulegen: »Die Verträge sind bilaterale Verträge zwischen zwei Vertragsparteien und insofern werden vertrauliche Informationen nicht öffentlich gemacht.«
Klage hat Vorgeschichte
Der Klage geht ein längerer Streit zwischen Red Bull, Rauch und der Gemeinde 50 Kilometer südlich von Berlin voraus. Vor zwei Jahren kauften die beiden Unternehmen die dort ansässige Brandenburger Urstromquelle. Damit sicherten sie sich 92 Prozent des jährlichen Grundwasser-Entnahmevolumens für die Herstellung von Energydrinks.
Die Initiative Ressourcenbündnis Baruth befürchtet, dass die Wasserknappheit im trockenen Süden Brandenburgs durch die Fabrik zunimmt. Die Gruppe beklagt, dass Red Bull etwa 2,4 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich entnehmen dürfe. Zum Vergleich: Beim Autobauer Tesla in Grünheide sind es maximal 1,8 Millionen Kubikmeter (Stand 2024).
Protest gegen Dosenfabrik
Für den geplanten Bau einer Dosenfabrik sollen zudem etwa 16 Hektar Kiefernwald gerodet werden. Projektkoordinator Björn Hofbauer sagte der Nachrichtenagentur dpa, der Beginn des Baus sei ab Mitte 2026 geplant. Die Bürgerinitiative hatte eine Petition gegen das Projekt initiiert. Bislang kamen mehr als 27.000 Unterschriften gegen die Erweiterungspläne zusammen.
Den anhaltenden Protest können Red Bull und Rauch nicht nachvollziehen… weiterlesen


