Swappie: Mitglied der Right to Repair-Kampagne

Swappie: Mitglied der Right to Repair-Kampagne
Foto: Janeb13/Pixabay CC/PublicDomain

Swappie: Mitglied der Right to Repair-Kampagne

Ohne Smartphone geht nur noch wenig: Die Kleinstcomputer sind unsere ständigen Alltagsbegleiter – aber ebenso ein Posten in der jeweiligen Umweltbilanz. Robert Fritsche, Country Manager Deutschland beim iPhone Refurbisher Swappie nimmt im Gespräch mit globalmagazin Stellung zum Geschäftsmodell des Unternehmens und stellt sich auch der Kritik von Kundinnen und Kunden.

Hilft das Wiederaufpolieren von Handys wirklich, ein Umdenken beim Konsum zu beschleunigen: Sollten wir nicht eher einfach weniger konsumieren?
Robert Fritsche Foto: Swappie

Robert Fritsche: Refurbishing ist weit mehr als Aufpolieren. Geräte werden generalüberholt, gereinigt und geprüft. Refurbishing verlängert so effektiv die Nutzungsdauer und damit den Lebenszyklus von Geräten, die ohnehin schon produziert wurden. Also, ja, das ist definitiv ein nachhaltiger Konsum…

Und der hat welches Ziel?

Jeder weiß doch heute, wie groß die Umweltauswirkungen bereits bei der Gewinnung der Rohstoffe für die Smartphone Produktion und auch die Herstellung selbst sind. Mit Refurbishing halten wir die Geräte länger im Kreislauf – das ist viel besser als ein Neukauf. Dass wir damit zur Transformation der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit beitragen, bestätigt auch die jüngste Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2023.

Also hilft Refurbishing Rohstoffe konsequenter zu nutzen: Gilt das auch für den Energieverbrauch (denn Handys brauchen ja zum Betrieb Energie)?

Tatsächlich haben Smartphones einen sehr niedrigen Energieverbrauch und gehören nicht zu den Stromfressern im Haushalt. Auch Tatsache: Aktuell sind Smartphones als Alltagsbegleiter nicht wegzudenken und daher setzen wir uns konsequent dafür ein, die Nutzungsdauer von iPhones durch Refurbishing so lange wie möglich zu verlängern.

Führt Refurbishing tatsächlich in die Kreislaufwirtschaft oder doch nur zu einer kurzfristigen Verlängerung der Nutzungsdauer und endet dann doch auf der Müllhalde?

Durch den Ankauf von ausrangierten Smartphones verhindern wir, dass diese Geräte im schlimmsten Fall auf dem Müll landen. Alle angekauften iPhones werden in einem standardisierten 52-stufigen Refurbishing-Prozess in unseren eigenen Werkstätten auf Herz und Nieren geprüft, defekte Teile repariert, sind Teile zu kaputt für eine Reparatur, werden sie ausgetauscht und konsequent recycelt. Bei uns landet also nichts auf dem Müll. Ganz im Gegenteil, jedes refurbished Smartphone wird nochmal mehrere Jahre verwendet.

Es gibt im Netz auch viele Kritiker von Swappie, die mit den Leistungen unzufrieden scheinen: Was sagen Sie dazu und wie begegnen sie der Kritik?

Mit Transparenz. Bei uns kauft keiner die Katze im Sack. Wer sich bei Swappie für ein refurbished iPhone entscheidet, wählt zwischen unterschiedlichen optischen Zuständen: von fair bis zu Premium. Und bereits in diesem Bestellprozess schreiben wir ganz klar, was das im Einzelnen bedeutet, also welche Gebrauchsspuren zu erwarten sind. Auch die Infos zum Akku kommunizieren wir hier ganz deutlich.

Kann Ihr Geschäftsmodell das Reparieren als solches fördern?

Davon sind wir überzeugt. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, wiederaufbereitete Elektronik zum Mainstream zu machen, indem wir die Verbraucher darin unterstützen, intelligent und nicht neu zu kaufen. Damit Geräte jedoch länger halten, müssen sie besser repariert werden können. Deshalb haben wir uns der Right to Repair-Kampagne angeschlossen. Dies ist ein Zusammenschluss von über 80 Organisationen aus 18 europäischen Ländern, die sich für ein allgemeines Recht auf Reparatur einsetzen.

pit

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