Tierschützer empört: Elefanten als Exportschlager?

Tierschützer empört: Elefanten als Exportschlager?
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Tierschützer empört: Elefanten als Exportschlager?

ntv: Viel Wüste, wenig Wasser – und ganz viele Elefanten: Südafrikas Nachbarstaat Namibia galt ebenso wie das benachbarte Botsuana jahrzehntelang als Vorreiter beim Tierschutz. Doch die dramatischen Trockenperioden der vergangenen Jahre haben in dem Wüstenstaat zwischen Bevölkerung und Wildtieren einen immer stärkeren Wettlauf um kostbaren Lebensraum ausgelöst. Elefanten trampeln auf der Suche nach Wasser mitunter Zäune nieder oder sorgen anderweitig für Schäden. Im schlimmsten Fall gefährden sie die in ländlichen Gebieten lebenden Einheimischen.

Die Regierung in der namibischen Hauptstadt Windhuk hat daher schon im Vorjahr mit dem Verkauf wild lebender Jumbos begonnen, die nun auch ins Ausland exportiert werden. Afrikas graue Riesen als Exportschlager – das sorgt international für Unmut. Nach Informationen von Pro Wildlife hatte die Regierung die Dickhäuter bei einer Auktion für rund 10.000 Dollar pro Tier an Käufer in Namibia verkauft. Ein Zwischenhändler verkaufte sie dann mit Preisaufschlag an den Safaripark weiter. In Namibia hatte das Umweltministerium im Vorjahr 57 Elefanten an Privatkäufer versteigert, von denen laut der Tierschutzorganisation Ifaw nur 15 im Land blieben. Die Regierung argumentierte, dass sie die Zahl der Dickhäuter reduzieren und zugleich mit dem Erlös Konflikte zwischen der Bevölkerung und den Elefanten abfedern wolle. Die namibische Wirtschaft hatte aufgrund der verheerenden Dürren und der Corona-Pandemie ein Tief zu verkraften. Weiterlesen…

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