Japankäfer auf dem Vormarsch: Experten warnen

Japankäfer auf dem Vormarsch: Experten warnen
Japankäfer Foto: Wikimedia CC

Japankäfer auf dem Vormarsch: Experten warnen

Seit 2025 werden auch in Deutschland vereinzelt Japankäfer (Popillia japonica) in Überwachungsfallen festgestellt. Seither informiert das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) über den Schädling und die Gefahr seiner Ausbreitung. Auch in diesem Jahr wurden in einzelnen Bundesländern erneut Japankäfer in Fallen gefangen.

Der Schädling befällt über 400 Pflanzenarten, darunter Obstbäume, Weinreben und Rasenflächen, und kann massive wirtschaftliche und ökologische Schäden verursachen. Vermutlich wurden die Käfer über den Reise- oder Güterverkehr als „blinder Passagier“ eingeschleppt. Diese Gefahr besteht auch weiterhin.

Lesen Sie auch:

Noch ist der Japankäfer in Deutschland nicht heimisch – und das soll auch so bleiben. Wer in den Sommerferien verreist, sollte vor der Rückkehr einen kurzen Blick in das Reisegepäck werfen.

Reisende önnen den Japankäfer ungewollt einschleppen

Reisende können aktiv dazu beitragen, die Ausbreitung zu verhindern: Sie sollten keine Pflanzen, Obst oder Blumen aus betroffenen Gebieten mitbringen und Gepäck sowie Fahrzeuge nach der Rückkehr sorgfältig prüfen. Die europäische Kampagne #PlantHealth4Life informiert über weitere Schutzmaßnahmen.

Wer einen Käfer entdeckt, kann sich an den Pflanzenschutzdienst des jeweiligen Bundeslandes wenden – am besten mit Foto oder mit einem sicher verpackten Exemplar des Käfers. Umfangreiche Informationen zum Japankäfer sowie zur Meldung eines Verdachts finden Sie auch auf der BMLEH-Webseite.

Über die Kampagne

#PlantHealth4Life ist eine mehrjährige Kampagne, die auf Wunsch der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde und auf einer eingehenden Analyse der Wahrnehmungen und Verhaltensweisen der
Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf Pflanzengesundheit in der EU basiert. 2026 nehmen 33 Länder teil, darunter alle 27 EU-Mitgliedstaaten.

Weitere Informationen und Kampagnenmaterialien: http://www.efsa.europa.eu/de/plh4l

Birte Ehrich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.