Reiche trifft oft Energiechefs – selten Klimaschützer

Reiche trifft oft Energiechefs – selten Klimaschützer
spiegel.de: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und ihre Topbeamten treffen sich mit Vertretern von Energiekonzernen offenbar lieber als mit Umweltverbänden. Sehr viel lieber, wie eine parlamentarische Anfrage ergab.
Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) und ihre Staatssekretäre haben sich von Januar bis September 37-mal mit Vertretern von Energiekonzernen getroffen – und nur einmal mit Umweltverbänden. Das geht aus der Antwort von Reiches Haus auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. Reiche selbst war bei sieben dieser Treffen zugegen.
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Mit Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energie hatte die Ministeriumsführung in dieser Zeit überhaupt keine Gesprächstermine. Das in der Antwort genannte einzige Gespräch mit Umweltverbänden führte nicht Reiche selbst, sondern ihr Staatssekretär Frank Wetzel – und das war bereits am 5. März.
Politik zugunsten traditioneller Energiekonzerne
Reiche, die bis vor ihrem Amtsantritt im Mai 2025 Chefin der E.on-Tochter Westenergie war, wird regelmäßig vorgeworfen, eine Politik zugunsten traditioneller Energiekonzerne zu verfolgen, während sie erneuerbare Energien auszubremsen versuche. Umweltverbände und Greentech-Unternehmen klagen seit Langem darüber, dass sie bei der Ministerin und ihren Topmitarbeitern keine Termine bekommen und auch sonst kaum zu ihnen durchdringen.
Sie habe »noch nie erlebt, dass man mit einem Wirtschaftsministerium und einer Ministerin so wenig in Dialog treten kann«, sagte etwa Bärbel Heidebroek, Geschäftsführerin der Landwind-Gruppe und Präsidentin des Bundesverbands Windenergie (BWE), kürzlich in einem Interview. Anderen Verbänden aus der Erneuerbaren-Branche ergehe es ähnlich… weiterlesen


