Die Chance der Krise: Erneuerbare ausbauen

Die Chance der Krise: Erneuerbare ausbauen
Fito: Pixabay CC/PublicDomain

Die Chance der Krise: Erneuerbare ausbauen

Franz Alt Foto: Sonnenseite

Die schlechte Nachricht: Raketen auf Ölanlagen im Iran-Krieg und weltweit dramatisch steigende Öl- und Gaspreise. Die gute Nachricht: Der Preis- und Knappheitsschock der fossil-atomaren Energieriesen ist zugleich eine Chance für die erneuerbaren Energien.

Soeben hat eine Analyse des Daten- und Forschungsunternehmens Global Data ergeben, dass sich die Kapazität der erneuerbaren Energien bis 2031 mehr als verdoppeln könnte.

Der jüngste Bericht „Renewable Energy: Strategic Intelligence“ zeigt, dass die weltweite Kapazität erneuerbarer Energien  bereits 2025 einen neuen Höchststand erreicht hat. Besonders die Region Asien-Pazifik dominiert den Ausbau der Erneuerbaren. Vor allem China und Indien bereiten diese Entwicklung maßgeblich vor.

Seit 2025 ist Sonnenkraft stärkste Energiequelle

Bisher lieferte die Windkraft den größten Anteil an erneuerbarer Energie. Doch 2025 war die Solarkraft global erstmals die größte Quelle der Erneuerbaren. Eine zunehmend wichtige Rolle beim raschen Ausbau der Ökoenergien spielt die Künstliche Intelligenz. Sie hilft dabei, die schwankende Stromproduktion von Wind- und Solaranlagen besser zu steuern.

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Der Professor für Erneuerbare Energien Volker Quaschning sieht in der heutigen Energiekrise eine große Chance für den rascheren Ausbau der erneuerbaren Energien, für E-Autos und für Wärmepumpen. Solaranbieter erleben derzeit einen Ansturm auf ihre Produkte. E.On-Geschäftsführer Flip Thon: „Die Nachfrage nach Solaranlagen hat sich in den letzten Monaten fast verdoppelt.“

Krisen bieten schon immer auch eine Lernchance. Die Energieökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung verweist auf die Ölkrisen in den Siebzigern: „Es gibt einen Lerneffekt durch die Krisen, und der kann jetzt auch einen Turbo bekommen.“ In vielen Länder boome die Solar- und Windenergie und die Häuser würden besser gedämmt. Die solare Weltrevolution macht Fortschritte.

Merz sollte Reiche entlasssen

Damit der derzeitige Hype nicht wieder verpufft, sollte auch die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die Erneuerbaren verbessern. Notfalls sollte Bundeskanzler Merz auch seine Wirtschaftsministerin Katherina Reiche entlassen. Denn sie schadet mit ihrer Gaspolitk sowohl der Wirtschaft und dem Klima. Aber auch hier besteht die Chance der Krise.

Franz Alt
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Der Kommentar ist eine Text-Kooperation mit sonnenseite.com von Dr. Franz Alt. Im Original lesen sie ihn hier.

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