Fest im Sattel: AGFK Bayern wird 10 Jahre alt

Fest im Sattel: AGFK Bayern wird 10 Jahre alt
Menschen motivieren, das Fahrrad als Fortbewegungsmittel im Alltag zu nutzen und gleichzeitig eine Umgebung schaffen, die zum Radfahren animiert: diese Ziele verfolgen inzwischen über 100 bayerische Städte, Gemeinden und Landkreise, die sich zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) zusammengeschlossen haben. Dieses Jahr feiert die AGFK ihr 10-jähriges Jubiläum.
Im zehnten Jahr seines Bestehens hieß der Verein sein 100. Mitglied willkommen: den Markt Emskirchen. Während des feierlichen Festakts am 18. Juli in der Münchner Residenz wurden 15 weitere Kommunen als Mitglieder aufgenommen und erhielten ihre Urkunden. Über 100 Gäste aus Politik und Verbänden sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen nahmen am 18. Juli am Empfang teil. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter wurde bei diesem Anlass auch die Schirmherrschaft der AGFK übergeben.

Sprachrohr auf politischer Ebene
Die Kommunen spielen eine wichtige Rolle, um eine nachhaltige und klimaneutrale Mobilität vor Ort zu fördern. Durch die stetig wachsende Mitgliederzahl hat der Verein an Schlagkraft gewonnen und ist zu einer starken Stimme der Radverkehrsförderung in Bayern geworden.
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Im Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags wird die AGFK regelmäßig als Expertin angehört, wenn es um Radverkehrsförderung geht. Diskutiert wurden bisher u.a. Instrumente zur schnelleren Realisierung von Radschnellwegen und die Möglichkeiten für Beschäftigte im öffentlichen Dienst, Fahrräder zu leasen. In ihrem Forderungskatalog zum Radverkehrsprogramm 2025 fordert die AGFK unter anderem die Schaffung von 10.000 Fahrradabstellplätzen pro Jahr.
Vom Freizeitradeln zum Alltagsradeln
Mit Fachveranstaltungen, Weiterbildungsangeboten und Fachpublikationen unterstützt der Verein die Radverkehrsbeauftragten bei ihrer täglichen Arbeit. Darüber hinaus hat die AGFK die Aufgabe, in die Kommunen und die breite Öffentlichkeit hinein zu wirken. Das geschieht zum Beispiel durch die Initiierung von Modellprojekten, die dazu beitragen, Kommunen fahrradfreundlicher und verkehrssicher zu machen. Ein Etappensieg: Seit diesem Jahr können in geeigneten Streckenabschnitten Fahrrad-Piktogrammketten auf der Fahrbahn aufgebracht werden; dies war in Bayern bislang nicht zulässig.
Inspirationen holt man sich regelmäßig im Ausland, denn es ist eine unbequeme Wahrheit, dass andere Länder in Sachen Fahrradkultur schon ein paar Schritte bzw. Umdrehungen voraus sind. Der Blick in die Nachbarländer zeigt, dass der Radverkehr sein Potential noch lange nicht ausgeschöpft hat. Daher organisiert die AGFK Bayern regelmäßig Exkursionen und Studienreisen in fahrradfreundliche Kommunen im In- und Ausland – 2017 und 2019 nach Amsterdam und Kopenhagen –, um sich für das eigene Umfeld neue Impulse zu holen.
Susanne Frank


