Größter Kunst-Seenverbund Europas eröffnet

Größter Kunst-Seenverbund Europas eröffnet
rbb24.de: Mit einem Festakt am Sedlitzer See (Oberspreewald-Lausitz) ist am Montag der Verbund aus fünf Seen im Lausitzer Seenland freigegeben worden. Die Ministerpräsidenten von Brandenburg, Dietmar Woidke (SPD) und Sachsen, Michael Kretschmer (CDU) waren dabei symbolisch mit jeweils einem Boot angereist.
Der Senftenberger See, der Geierswalder See, der Partwitzer See, der Sedlitzer See und der Großräschener See sind nun durch schiffbare Kanäle verbunden und damit durchgängig befahrbar.
Der zuständige Bergbausanierer LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft) sprach von einem „historischen Meilenstein“. Die zusammenhängende Wasserfläche betrage etwa 5.100 Hektar – etwa die Hälfte der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern.
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Drei neue Kanäle eröffnet
Die nun neu eröffneten Kanäle sind der Sornoer Kanal, der Rosendorfer Kanal und der Ilse-Kanal. Alle fünf Seen sind aus ehemaligen Tagebauen entstanden. Der älteste, der Senftenberger See, war bereits in den 1970er Jahren freigegeben worden – der Sedlitzer See erst im April.
Gastronomen und Hoteliers aus der Region erhoffen sich von der Freigabe des Verbundes einen Schub für den Tourismus. Aus bislang rund 800.000 Übernachtungen pro Jahr sollen perspektivisch doppelt so viele werden.
„Alles weitere, was insbesondere Wassertourismus anbelangt, aber auch Radtourismus, das wird viele Jahre noch dauern und stetig wachsen“, so Detlev Wurzler, der Vorsteher des Zweckverbandes Lausitzer Seenland. Er betonte aber auch, dass die Seenkette nicht nur für Touristen gedacht sei, sondern auch für die Anwohner und die Bevölkerung des Lausitzer Seenlandes. Er hofft nun, dass sich mehr private Investoren nun trauen, an den fünf Seen zu investieren.
Kosten von rund einer Milliarde Euro
Laut der LMBV ist es nun möglich, dass auf jedem See Schiffe fahren können. Außerdem seien Badestellen eingerichtet worden, die Landkreise hätten die entsprechenden Freigaben erteilt. Nun seien lediglich noch Restarbeiten durchzuführen, so Geschäftsführer Gerd Richter. Eine knappe Milliarde Euro sei dafür investiert worden..
„Die Lausitz insgesamt, die sächsische und die brandenburgische Lausitz, ist damit noch attraktiver geworden“ so Woidke am Montag. Es seien dadurch Arbeitsplätze geschaffen worden, der Tourismus sei vorangekommen. „2007 war hier noch eine große Wüste zu sehen“, so Woidke. Nun sei ein attraktives Seengebiet entstanden, so Woidke gegenüber dem rbb… weiterlesen


