Hambacher Forst wird unter Naturschutz gestellt

Hambacher Forst wird unter Naturschutz gestellt
tagesschau.de: Er wurde zum Symbol des Klimaschutzes, nun wird der Hambacher Wald, auch Hambacher Forst genannt, unter Naturschutz gestellt. Eine entsprechende Erklärung wurde am Dienstag von drei Mitgliedern der NRW-Landesregierung unterzeichnet.
„Hambi, Hambi, Hambi, bleibt, bleibt, bleibt“ – dieser Ruf von Klimaschutz-Aktivistinnen und -Aktivisten schallte 2018 aus tausendfachen Kehlen rund um das Hambacher Tagebaugebiet. Sie wollten den Wald vor den nahenden Braunkohlebaggern retten. Acht Jahre später wurde am Dienstag in Düsseldorf eine Erklärung unterzeichnet, den Hambacher Wald dauerhaft unter Schutz zu stellen. „Hambi“, der bundesweite Bekanntheit erlangte und zum Symbol für den Klimaschutz wurde, bleibt – und zwar dauerhaft.
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Unterzeichnet wurde die Erklärung in Düsseldorf von drei Mitgliedern der NRW-Landesregierung, Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne), Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) und Umweltminister Oliver Krischer (Grüne). Ebenfalls Teil der Vereinbarung sind die RWE Power AG, Kommunen der Region, Landwirtschafts- und Naturschutzverbände. Die Details der zwischen diesen Akteuren getroffenen Vereinbarung sollen bis Ende 2026 in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag fixiert werden. Die Beteiligten sprechen von einem historischen Tag.
Der Kern der Vereinbarung
Der Wald wird unter Schutz gestellt und alle Flächen, die aktuell noch im Besitz der RWE Power AG sind, sollen bis 2035 in öffentliches Eigentum überführt werden. Zudem wird der Wald zu einem Wildnisentwicklungsgebiet weiterentwickelt und die benachbarten Waldflächen werden durch breite Waldkorridore vernetzt.
Die Details
- Nachdem der Wald 2035 in öffentliches Eigentum übergegangen ist, soll er vom Land als „Wildnisentwicklungsgebiet“ ausgewiesen werden.
- Um die Lebensräume zu verbinden, entstehen zwei sogenannte Waldverbundkorridore. Einer verbindet den Hambacher Wald mit der Steinheide, der andere mit dem Merzenicher Erbwald. Dies stellt die großflächige Waldvernetzung sicher. Diese Verbundkorridore werden als „Ökokonto“ Eingriffe an anderer Stelle im Revier ausgleichen.
- Der Merzenicher Erbwald wird von der Bezirksregierung als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
- Der Abschluss des Tagebaus, die Wiedernutzbarmachung und die Befüllung des Tagebausees sollen ohne Einschränkung durch diese Schutzmaßnahmen fortgeführt werden können.
- Die Details
- Nachdem der Wald 2035 in öffentliches Eigentum übergegangen ist, soll er vom Land als „Wildnisentwicklungsgebiet“ ausgewiesen werden.
- Um die Lebensräume zu verbinden, entstehen zwei sogenannte Waldverbundkorridore. Einer verbindet den Hambacher Wald mit der Steinheide, der andere mit dem Merzenicher Erbwald. Dies stellt die großflächige Waldvernetzung sicher. Diese Verbundkorridore werden als „Ökokonto“ Eingriffe an anderer Stelle im Revier ausgleichen.
- Der Merzenicher Erbwald wird von der Bezirksregierung als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
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