Mit Ottobahn über allen Verkehrsstaus schweben

Mit Ottobahn über allen Verkehrsstaus schweben
Screenshot: Ottobahn

Mit Ottobahn über allen Verkehrsstaus schweben

1E9. community: Das Münchner Unternehmen Ottobahn will die Schwebebahn neu erfinden. Von Künstlicher Intelligenz gesteuerte Mini-Kapseln sollen die Passagiere dort abholen, wo sie gerade sind, und so koordiniert werden, dass sie immer freie Fahrt haben. Die Stadt München interessiert sich für die Technik – und auch aus anderen Ländern bekommt das Start-up bereits Anfragen.

Es kann echt eng und ungemütlich werden. Vor allem in großen Städten stehen im Berufsverkehr unzählige Autos Stoßstange an Stoßstange. Vorwärts geht’s dann nur im Stop-and-Go-Modus. Ein Unfall führt sofort zum Stau. Und die Parkplatzsuche treibt viele zur Verzweiflung. Wenn von den Straßen dann auch noch ein kleiner Teil an Radler und E-Scooter-Fahrer abgegeben werden soll, führt das schon einmal zu heftigen Protesten. Verkehrsforscher und Aktivisten fordern daher bereits seit Jahren ein Umdenken – und die Suche nach Alternativen zum Automobil. Eine davon entsteht derzeit in einer stylischen Bürohalle im Süden von München, die sich in einem von außen eher biederen Mehrzweckbau im sogenannten Sirius Business Park versteckt.

In einem Oval von rund 36 Metern dreht dort auf einem Hochgleis eine Akku-getriebene Gondel ihre Runden, vorbei an Schreibtischen, Wasserspendern und Besprechungsräumen. Für eine Fahrt durchs Büro wird die Kapsel per App gerufen. Leise, fast unhörbar rauscht sie dann heran, stoppt und saust nach dem Einsteigen weiter. Das futuristische Gondelsystem nennt sich Ottobahn und ist die Verkehrsvision des gleichnamigen Start-ups. Geht es nach dem Geschäftsführer und „Can do Officer“ Marc Schindler hat sie das Potential, eine echte Verkehrsrevolution auszulösen und die Art, wie sich Menschen in und zwischen Städten bewegen, komplett zu verändern.

Die Kapseln, die derzeit noch durch das Büro sausen, sollen bereits in wenigen Jahren in fünf bis zehn Metern Höhe durch Straßenschluchten, neben Autobahnen her und auch sonst überall dort surren, wo Menschen oder Güter bewegt werden müssen. „Die Idee ist schon einige Jahre alt“, sagt Schindler. Sie sei durch die „leidvoll erfahrenen Probleme des Verkehrskollapses“ in den Städten der Welt entstanden. Schindler ist zwar selbst ein Autoliebhaber und arbeitete vorher bei Audi. Er meint aber, dass der Individualverkehr mit dem PKW einfach nicht mehr funktioniert und daher auch nicht zukunftssicher ist… weiterlesen

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