Naturlaub an der Ostsee-Küste

Naturlaub an der Ostsee-Küste
Erholung an der Ostsee: Nach der – glücklicherweise erst einmal überstandenen – Corona-Delle in der Reiselust der Deutschen, geht es mit dem Tourismus 2023 wieder aufwärts. Gerade in heimischen Gefilden kommen die Gäste wieder. Das ist mit Blick auf die ökologische Wirkung der Reisen ein Pluspunkt. Weil zugleich aus der Region ums Mittelmeer zurzeit wenig schmeichelhafte News von lodernden Feuersbrünsten wenig Lust auf südlichen Strandurlaub und sonnige Inseln machen, rücken die deutschen Küsten in den Fokus der Erholungssuchenden.
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Völlig zurecht: Denn hier locken einzigartige Ökosysteme entlang der Ostseestrände oder im Wattenmeer an der Nordsee – allesamt mit einer faszinierenden Flora und Fauna.
Normalerweise reisen die meisten Urlauber an die Küste, weil sie sich am Strand sonnen oder im Sand buddeln wollen. Manche auch, weil sie sich aufs Baden im Meer freuen – obwohl das Wasser nicht so warm ist, wie im Mittelneer.
Andere nutzen den Aufenthalt an den deutschen Küsten, zum Wandern – und auch an der Ostseeküste bieten sich imposente Fernblicke etwa vom oberen Rand der Steilküste über das Wasser. Eine Tour an der Ostsee ist dabei meist flach – und damit weniger anstrengend als in den Bergen. Entlang der beeindruckenden Kulisse der Ostseebäder (wie auf der Insel Usedom) versetzt ein ausgiebiger Spaziergang entlang der Küste, Wanderer zudem zurück in die Zeit der mondänen Badegesellschaften vor gut 100 Jahren – eine Zeitreise ohneviel Aufwand.
Naturparadies Mecklenburg
Dabei gilt die Ostsee unter Naturschützern eigentlich eher als „Problemfall“. Sie schätzen 25 Prozent des Meeresbodens dort als biologisch tot ein. Deshalb unternehmen sie alles, um weitere Flächen rund um das größte Brackwassermeer der Welt unter Schutz zu stellen. Zurzeit sind es nur 12 Prozent, geplant sind mindestens 20 Prozent.
Nachhaltiger Tourismus ist gefragt: Gäste, die am Urlaubsort lieber Fahrrad oder Bus fahren als mit dem eigenen Auto, die regionale Spezialitäten genießen – und vor allem den Aufenthalt in der Natur lieben. Ihr Urlaub bringt Geld ins Bundesland und soll Nachhaltigkeit weiter ausbauen helfen.
Mecklenburg-Vorpommern verfügt mit etwa 1.700 Kilometern nicht nur über die längste Küstenlinie im Norden Deutschlands. Das Bundesland im Nordosten bietet zugleich im mit rund 2.000 Seen und Binnengewässern reichen Hinterland eine attraktive Urlaubslandschaft. Radtouren oder Wanderungen sind hier die beste Möglichkeit, den Reiz der Region kennen und lieben zu lernen.
Viel Natur in Mecklenburg-Vorpommern: Ideal für Urlauber

Mit 20 Prozent der Landesfläche, die unter Naturschutz stehen, beherbergt „Meck-Pomm“ in Nationalparks, Naturparken oder Landschaftsschutzgebieten viel Raum, in denen Urlauberinnen und Urlauber Tiere in ihrer angestammten Umgebung beobachten, wo sie Ruhe finden und neue Eindrücke sammeln können, die oft ja für den Rest eines Jahres als innere Energiequelle dienen sollen und müssen.
Um die Reise nachhaltig und klimafreundlich zu organisieren, bieten sich – neben den Hotels und Pensionen – kleinere Ferienhäuser an der Ostsee an, die es entlang der Küsten zuhauf gibt. In eher privater Atmosphäre können Gästre ihren Urlaub nach eigenen Wünschen gestalten.
Ob Ferienwohnungen an der Küste, romantische Chalets an Binnenseen oder Ferienhäusser direkt hinter den Dünen: Das Angebot bei Reiseanbieter Holidu in den Ferienregionen um Eckernförde, Neustadt, Kühlungsborn, Stralsund und Greifswald ist groß. Idyllisch gelegen sind dabei vor allem die Ferienwohnungen und Häuser auf den vorgelagerten Küstenstreifen bei Wustrow und Zingst.
Wer dort die schönste Zeit des Jahres verbringt, hat es nie weit bis hinein in die Natur: Dort weht die steife Brise vom Meer oder es rascheln die Blätter im Wald über den Klippen. Und auch wenn wir jetzt im sommer noch nicht dran denken: Selbst im Winter ist ein Aufenthalt an der Ostseeküste ein Erlebnis. Mit etwas Glück mischt sich der feine Sand am Strand dann mit Schneeflocken – für warm eingepackte Urlauber biete der Ostseestrand dann ein ganhz besonderes Naturschauspiel.
Städte wie Flensburg, Kiel, Rostock oder Wismar locken ebenfalls – ob zum Kurztripp oder für einen längeren Aufenthalt mit günstigen Herbergen. Auf Inseln wie Usedom, Rügen oder Zingst und Fehmarn suchen Erholungssuchende eher nach Ruhe und Naturerlebnissen abseits urbanen Trubels.
Jürgen Sulzbacher


