ÖKOZID-Gesetzentwurf in Brasilien eingereicht

ÖKOZID-Gesetzentwurf in Brasilien eingereicht
Foto: Pixabay CC0

ÖKOZID-Gesetzentwurf im brasilianischen Kongress eingereicht

Die brasilianische politische Partei PSOL (Partido Socialismo e Liberdade) legt dem brasilianischen Kongress einen neuen Gesetzesentwurf zum Ökozid vor. Das vorgeschlagene Ökozid-Gesetz zielt darauf ab, „illegale oder mutwillige Handlungen mit dem Wissen zu kriminalisieren, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer schweren und weitreichenden oder langfristigen Schädigung der Umwelt führen.“

Der Wortlaut des Gesetzentwurfs lehnt sich stark an die internationale Definition des Begriffs „Ökozid“ an, die von dem von der Stop Ecocide Foundation einberufenen unabhängigen Expertengremium (Juni 2021) veröffentlicht wurde. Vorschläge in anderen Ländern, z. B. in der EU, sind einem ähnlichen Modell gefolgt.

Paulo Busse, einer der Anwälte, die an der Ausarbeitung des Gesetzentwurfs mitgewirkt haben, erklärt: Der Gesetzentwurf ist so konzipiert, dass er den Tatbestand des Ökozids erfüllt:

„Dieses Ökozid-Gesetz wurde entwickelt, um den Amazonas und andere Biome in Brasilien, die ständig bedroht sind, viel besser zu schützen. Auf diese Weise würde das Gesetz den indigenen und traditionellen Gemeinschaften, die für ihre Lebensweise auf die natürliche Umwelt angewiesen sind und als deren Hüter fungieren, die dringend benötigte Unterstützung bieten.“

Die Entwicklung und Förderung eines nationalen Gesetzes gegen Ökozid in Brasilien war ein Gemeinschaftsprojekt von PSOL, Ecoe Brasil, Observatório do Clima, Stop Ecocide International, International Rivers, Climate Counsel und vielen anderen. (Quelle: Stop Ecocide International)

Lesen Sie hier die internationale Definition des Begriffs „Ökozid“ (englisch)

red

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.