Öl- und Kohle-Staaten wollten UN-Klimareport schönen

Öl- und Kohle-Staaten wollten UN-Klimareport schönen
Screenshot: zeit.de

Öl- und Kohle-Staaten wollten UN-Klimareport schönen

zeit.de: Geleakte Dokumente sollen zeigen, wer Einfluss auf den IPCC-Report nehmen wollte. Einige Regierungen versuchten demnach die Wahrheit bequemer darzustellen, als sie ist.

Mehrere Länder haben einem Bericht der BBC zufolge versucht, die Notwendigkeit einer raschen Abkehr von fossilen Energieträgern in einem UN-Report zum Klimawandel herunterzuspielen. Das geht aus Dokumenten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hervor, an die eine Investigativ-Plattform im Auftrag von Greenpeace gelangt ist und die der BBC zur Verfügung gestellt wurden. 

Vorsicht: Satire!

Demnach sollen sich unter anderem Saudi-Arabien, Japan und Australien dafür eingesetzt haben, Forderungen nach einem raschen Ende für fossile Brennstoffe in dem Bericht abzuschwächen oder ganz zu streichen.

Die an Journalisten weitergegebenen Dokumente enthalten der BBC zufolge rund 32.000 Einlassungen verschiedener Regierungen, Unternehmen und Interessengruppen. Sie seien zum größten Teil konstruktiv abgefasst und zielten darauf, die Qualität des abschließenden UN-Reports zu verbessern, schreibt die BBC.

Unter anderem die Schweiz soll aber beispielsweise versucht haben, Referenzen zur Bedeutung finanzieller Hilfen von reicheren an ärmere Länder im Kampf gegen den Klimawandel abzuschwächen. Aus Brasilien und Argentinien seien Argumente gegen die Empfehlung gekommen, den Fleischkonsum zu reduzieren.

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Mehrere Länder, darunter China und Japan, machten sich für Technologien stark, durch die der Ausstoß von CO2 gebunden statt verhindert werden soll. Mehrere vornehmlich osteuropäische Länder setzten sich der BBC zufolge für eine positivere Betrachtung von Atomenergie ein.

Der IPCC betonte, die Kommentare von Regierungen seien wesentlicher Teil des Überprüfungsprozesses für den Entwurf des alle sechs bis sieben Jahre erstellten Berichts. Die beteiligten Wissenschaftler stünden unter keinerlei Druck, die Vorschläge zu übernehmen… weiterlesen

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