Russland feuert radioaktive Raketen auf Ukraine

Russland feuert radioaktive Raketen auf Ukraine
Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Russland feuert radioaktive Raketen auf Ukraine

n-tv.de: Die Ukraine berichtet von radioaktiven Raketen aus Russland, die mittlerweile regelmäßig im Krieg eingesetzt werden sollen. Bei einem untersuchten Exemplar wird ein deutlich erhöhter Wert gemessen. Dieser ist zwar nicht akut gesundheitsgefährdend, doch vor allem vor den Stäben aus abgereichertem Uran in den Sprengköpfen wird gewarnt.

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst (SBU) hat laut eigenen Angaben erhöhte Strahlungswerte an den Trümmern einer russischen Shahed-Drohne mit aufmontierter R-60-Rakete festgestellt. Die Drohne wurde laut SBU im April auf die ukrainische Region Tschernihiw gefeuert und Fragmente in der Nähe eines Dorfes gefunden.

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Radiologische Untersuchung der Trümmer

Eine radiologische Untersuchung von Trümmern habe eine Gammastrahlung von 12 Mikrosievert pro Stunde festgestellt, hieß es. „Dieser Wert liegt deutlich über der natürlichen Strahlung und stellt eine potenzielle Gefahr für die menschliche Gesundheit dar“, so der Inlandsgeheimdienst.

Die durchschnittliche natürliche Strahlenbelastung in Deutschland beträgt 0,24 Mikrosievert pro Stunde. Der in der Ukraine gemessene Wert ist also 50 Mal erhöht, was jedoch bei einem kürzeren Aufenthalt in der Nähe nicht akut gesundheitsgefährdend ist. Längere Zeit sollte man sich jedoch nicht einer solchen Strahlung aussetzen. Und auch in den Körper sollten kontaminierte Teilchen nicht geraten.

Der Sprengkopf der Rakete sei zu einer Lagerstätte für radioaktive Abfälle gebracht worden, teilte der SBU mit. Er soll abgereichertes Uran enthalten haben. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich Trümmerteilen nicht zu nähern.

Jede Woche Funde

Serhii „Flash“ Beskrestnow, ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Mykhailo Fedorow, sagte der Nachrichtenagentur Unian: „Es handelt sich um eine sehr alte sowjetische Rakete, und im Sprengkopf dieser Rakete werden spezielle Stäbe aus abgereichertem Uran verwendet. Sie sind sehr gefährlich.“ Jede Woche würden solche Raketen entdeckt, so der Experte.

In Bezug auf die im April gefundene Rakete sagte Beskrestnow, der Sprengkopf sei intakt und breche nicht auseinander. Die Strahlung könnte höchstens für die Spezialisten gefährlich sein, die mit den Trümmern arbeiten.

Viele Streitkräfte auf der Welt haben Waffen mit abgereichertem Uran in ihren Reihen. Das Metall erhöht die Durchschlagskraft panzerbrechender Geschosse und Bomben. Abgereichertes Uran ist nur etwa 60 Prozent so radioaktiv wie natürlich vorkommendes Uran. Es ist ein Abfallprodukt bei der Urananreicherung für Atomkraftwerke und vor allem chemisch hochgiftig. .. weiterlesen

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