Untätigkeit der Ampel: „Wir haben es satt!“

Untätigkeit der Ampel: „Wir haben es satt!“
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Untätigkeit der Ampel: „Wir haben es satt!“

10.000 Aktive trotzten in Berlin der Eiseskälte und demonstrierten in der Hauptstadt bei der „#Wir haben es satt“-Demonstration für mehr Unterstützung von Bauernhöfen, gegen das Insektensterben und für mehr Klimaschutz, eine artgerechtere Tierhaltung und gesundes Essen für alle. Zum Auftakt der „Grünen Woche“ in der Hauptstadt äußerten die Demonstranten beim Marsch durch das Regierungsviertel ihre Enttäuschung über die Ampelkoalition. Die lasse ihren Reden leider keine Taten folgen. Statt weiter Agrarfabriken zu subventionieren, sollte Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) lieber für Artenschutz sowie soziale Gerechtigkeit mit fairen Preisen und für gutem Essen sorgen.

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Ein breites Bündnis von rund 100 Umwelt-, und Klimaschützern, Bauern, Sozialverbänden und Gewerkschaften hatte nach einer Corona-Pause wie seit 2011 zum jährlichen Protest gegen die verfehlte Landwirtschaftspolitik aufgerufen. Trotz des Wintereinbruchs war der Zustrom enorm.10.000 Menschen kamen zum Brandenburger Tor und zogen danach hinter einem langen Trecker-Konvoi teilnehmender Landwirtinnen und Landwirte durch die Stadt.

Sozial-, Umwelt- und Klimakrise durch bessere Agrarpolitik lösen

Schon am Vormittag übergaben die Bäuerinnen und Bauern, die mit ihren Traktoren extra nach Berlin gekommen waren, eine Protestnote an Agrarminister Özdemir und seine rund 80 versammelten Amtskolleginnen und -kollegen der Welt. Zudem fand der „6-Punkte-Plan für gutes Essen für alle“ seinen Adressaten im Agrarminister. Darin fordern die Organisationen – von Landwirtschaft über Umwelt- und Sozialverbänden bis zu Gewerkschaften und Erwerbslosen-Initiativen – von der Bundesregierung höhere Sozialleistungen, faire Erzeugerpreise und faire, auskömmliche Löhne.

„Soziale und ökologische Fragen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wir fordern, dass jeder Mensch die Mittel zur Verfügung haben muss, sich ausgewogen, gesund und nach­haltig zu ernähren. Sozialleistungen und Einkommen müssen hoch genug sein, um sich an der sozial-ökologischen Agrar- und Ernährungswende beteiligen zu können“, sagte bei der Veranstaltung etwa Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.

pit

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