8.000 wollen Ende des agrarpolitischen Stillstands

8.000 wollen Ende des agrarpolitischen Stillstands
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8.000 wollen Ende des agrarpolitischen Stillstands

Wir haben es satt! Vor dem Willy-Brandt-Haus in Berlin forderten die Teilnehmer der Agrardemo am Wochenende lautstark die Abkehr von einer Agrarpolitik, die Bäuerinnen und Bauern sowie die Gesellschaft gleichermaßen im Stich lässt. „Klimaextreme und Kostensteigerungen bringen Landwirtschaft und Gesellschaft in Not. Kennzeichnung und Risikoprüfung bei der Gentechnik sollen abgeschafft werden, obwohl die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung dies ablehnt“, waren zentrale Forderungen der 8.000.

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Forderung nach klarem Fahrplan für landwirtschaftliche Produktion

„Die Protestierenden haben es satt. Sie fordern einen klaren Fahrplan für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und ein krisenfestes Ernährungssystem. Stadt und Land, Produzentinnen und Produzenten sowie Konsumentinnen und Konsumenten setzen sich gemeinsam und solidarisch für die ökologische und sozial-gerechte Agrarwende ein, für Klima-, Tier- und Artenschutz sowie weltweite Ernährungssicherheit“, heißt es dazu in einer Pressemeldung der Oranisatoren.

Entsprechende Forderungen und die bäuerliche Protestnote übergaben Teilnehmende aus Landwirtschafts-, Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen am Vormittag Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir. Mit rund 50 Traktoren waren sie zur Kundgebung „Bäuerliche Rechte weltweit stärken“ am frühen Morgen aus dem Berliner Umland zum Global Forum for Food and Agriculture gefahren. Dort sprachen sie mit dem Minister zeitgleich zu seiner Konferenz mit rund 70 internationalen Agrarministerinnen und -minister und verwiesen auf die Notwendigkeit eines solidarischen, raschen Handelns.

EU darf Kontrolle der Gentechnik nicht schleifen

Am Willy-Brandt-Haus vereinte sich die Traktordemo schließlich mit den „Wir haben es satt!“-Demonstrierenden, darunter ein Block aus der Landwirtschaft, die ohne Traktoren aus ganz Deutschland angereist waren.

In Berlin adressieren sie neben der Ampelregierung auch das Europäische Parlament. Die im Februar drohende Abschaffung des strengen EU-Gentechnikrechts sorgt für Unmut auf den Höfen und bei den Verbraucher*innen. Milana Müller, Landwirtin aus dem Ost-Erzgebirge, und Benny Haerlin von Save our Seeds dazu: „Der Gipfel des umwelt- und agrarpolitischen roll back aus Brüssel: Die EU-Kommission will künftig Gentechnikpflanzen ohne Risikoprüfung und Kennzeichnung zulassen. Niemand weiß mehr, wo es drin ist, keiner kann es mehr vermeiden. Die Risiken steigen, keiner haftet. Aber Bayer und Syngenta können unser Saatgut patentieren. Das lassen wir uns nicht gefallen!“

red

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