Hummel-Challenge: Jede Beobachtung zählt!

Hummel-Challenge: Jede Beobachtung zählt!
Auch im fünften Jahr der bundesweiten Mitmach-Aktion sind Bürger*innen wieder eingeladen, Hummeln zu fotografieren, per App zu bestimmen und zu melden. Die Beobachtungen liefern wichtige Erkenntnisse zur Verbreitung heimischer Hummelarten in Agrarlandschaften und darüber hinaus. Vom 20. Juni bis zum 3. Juli 2026 geht die Hummel-Challenge in die Sommerrunde. Organisiert wird die Aktion vom Wildbienen-Monitoring in Agrarlandschaften am Thünen-Institut und vom BUND Naturschutz in Bayern.
Mit dem Smartphone auf Hummelsuche
Für die Teilnahme an der Hummel-Challenge sind weder Vorkenntnisse noch eine besondere Ausrüstung nötig. Wer ein Smartphone besitzt, kann direkt mitmachen: die kostenlose App ObsIdentify herunterladen, einen Benutzeraccount erstellen und Hummeln fotografieren. Die App unterstützt bei der Bestimmung der Arten mithilfe künstlicher Intelligenz. Anschließend werden die Meldungen von erfahrenen Hummel-Expertinnen und -Experten geprüft. „So können Naturinteressierte auch ohne Artenkenntnisse wertvolle Daten für die Forschung liefern“, sagt Dr. Sophie Ogan, Projektverantwortliche am Thünen-Institut.
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Je besser das Foto, desto wertvoller die Daten
Wer möglichst viele Hummelarten entdecken möchte, wird vor allem dort fündig, wo das Blütenangebot reich ist. Besonders gut lassen sich die Tiere beim Sammeln von Nektar und Pollen fotografieren, da sie dabei kurz auf einer Blüte verweilen. „Wichtig ist, dass die Hummel möglichst vollständig und scharf auf dem Foto zu sehen ist. Für die Forschung ist es außerdem hilfreich, wenn auch die Blütenpflanze erkennbar ist“, erklärt Martina Gehret, Projektverantwortliche beim BUND Naturschutz in Bayern. Die gesammelten Beobachtungen helfen dabei, die Verbreitung von Hummeln besser zu erfassen und wissenschaftliche Erkenntnisse über die heimischen Arten zu gewinnen.
Wichtig: Hummeln sind gesetzlich geschützt. Die Tiere dürfen weder gefangen noch gestört oder verletzt werden. Für die Teilnahme genügt es, sie in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und zu fotografieren.
Mitforschen im Wildbienen-Monitoring
Hummeln zählen zu den wichtigsten Bestäubern in Agrarlandschaften und natürlichen Ökosystemen. Wer nach der Hummel-Challenge weiterforschen möchte, kann sich im MonViA Wildbienen-Monitoring des Thünen-Instituts ehrenamtlich engagieren. Dabei unterstützen Teilnehmende die wissenschaftliche Datenerhebung und erweitern ganz nebenbei ihr Wissen über heimische Wildbienen. Weitere Informationen: https://wildbienen.thuenen.de/hummel-monitoring
Informationen zur Hummel-Challenge:
Die Hummel-Challenge findet zweimal im Jahr statt: im Frühjahr vom 20. März bis 9. April und im Sommer vom 20. Juni bis 3. Juli.
Nadine Kraft


