Vögel füttern im Winter: Fehler vieler Gartenbesitzer

Vögel füttern im Winter: Fehler vieler Gartenbesitzer
Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Vögel füttern im Winter: Fehler vieler Gartenbesitzer

Wenn Frost und Kälte Einzug halten, beginnt in vielen Gärten und auf Balkonen wieder die Zeit der Vogelhäuschen und Meisenknödel. Meisen, Spatzen, Rotkehlchen, Amseln und Finken sind jetzt verstärkt rund um Häuser und Gärten auf Nahrungssuche. Auch im Winter finden Gartenvögel natürliche Nahrungsquellen wie Samenstände, Beeren, Fallobst und Insektenlarven.

In stark aufgeräumten Gärten und dicht bebauten Wohngebieten kann das Nahrungsangebot jedoch knapp werden. Eine zusätzliche Futterstelle ist daher eine sinnvolle Ergänzung.

Doch gut gemeint ist beim Vögelfüttern nicht automatisch gut gemacht. Vom Brot im Vogelhäuschen bis zum Meisenknödel im Kunststoffnetz halten sich einige Gewohnheiten hartnäckig. Die Gartenexperten von bellissa HAAS erklären sieben typische Fehler – und wie sich die heimischen Gartenvögel sinnvoll unterstützen lässt.

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Fehler 1: Meisenknödel im Kunststoffnetz aufhängen

Der Klassiker hängt noch immer in vielen Gärten: Meisenknödel im grünen Kunststoffnetz. Dabei können sich kleine Vögel mit den Füßen darin verfangen. Zudem bleiben leere Netze häufig als Kunststoffabfall im Garten zurück. Besser geeignet sind wiederverwendbare Meisenknödelhalter, in denen sich Fettfutter ohne Netz anbieten lässt. Der Meisenknödelhalter von bellissa bietet Gartenvögeln einen einfachen Zugang zum Futter. Gleichzeitig lässt sich auf einen Blick erkennen, wann Meisenknödel nachgefüllt oder Futterreste entfernt werden sollten.

Fehler 2: Ein großes Vogelbuffet für alle

Viel hilft viel? Nicht unbedingt. An einer einzigen großen Futterstelle kann schnell Gedränge entstehen. Durchsetzungsstärkere Arten haben es dann leichter, während kleinere oder scheuere Vögel zurückbleiben. Sinnvoller sind mehrere kleinere Futterplätze. So können beispielsweise Körnerfutter, Fettfutter und eine Wasserstelle räumlich voneinander getrennt angeboten werden.

Auch beim Nachfüllen gilt: Lieber kleinere Mengen anbieten, regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf auffüllen. Dadurch bleibt das Futter frischer und wird weniger schnell feucht.

Fehler 3: Das Vogelhaus dort aufstellen, wo es besonders hübsch aussieht

Der schönste Platz im Garten ist nicht automatisch der beste für Vögel. Entscheidend ist, dass die Tiere mögliche Gefahren früh erkennen können. Dichte Büsche unmittelbar neben oder unter einer Futterstelle können beispielsweise Katzen Deckung bieten. Auch Mauern, Gartenmöbel, niedrige Äste oder Pflanzkübel können zur Sprunghilfe werden.

Ideal ist deshalb ein übersichtlicher Standort mit freiem Rundumblick und Rückzugsmöglichkeiten wie Sträuchern oder Bäumen in etwas Entfernung. Ein einfacher Tipp: den Futterplatz einmal aus Katzenperspektive betrachten. Gibt es einen leichten Weg dorthin, sollte der Standort noch einmal überdacht werden.

Fehler 4: Brot und Küchenreste verfüttern

Ein paar Brotkrümel werden schon nicht schaden? Als Grundlage für die Vogelfütterung ist Brot nicht geeignet. Ebenso wenig gehören gesalzene, gewürzte oder verdorbene Lebensmittel an die Futterstelle. Körnerfresser wie Finken und Sperlinge bevorzugen Samen und Kerne, während Amseln und Rotkehlchen eher weiche Nahrung annehmen. Meisen nutzen unter anderem Fettfutter und Körner. Ein kleines, abwechslungsreiches Angebot ist deshalb sinnvoller als die Verwertung menschlicher Essensreste.

Fehler 5: Einmal aufstellen – und den ganzen Winter vergessen

Vogelfütterung bedeutet auch Sauberkeit. Feuchtes Futter kann verderben oder verklumpen; Kot und alte Futterreste können Futterplätze zusätzlich verschmutzen. Deshalb sollten Vogelhäuser und Futterhalter regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden.

Das Vogelhaus SPATZI von bellissa kann beispielsweise mit einer passenden, herausnehmbaren Schale ergänzt werden, die sich leicht reinigen lässt. Unabhängig vom Modell ist wichtig, dass die Futterstelle trocken, gut erreichbar und einfach sauber zu halten ist.

Fehler 6: Im Winter nur ans Futter denken

Körner? Check. Meisenknödel? Check. Wasser? Wird dagegen schnell vergessen. Gerade bei Frost können natürliche Wasserstellen zufrieren. Eine flache, regelmäßig gereinigte Tränke bietet deshalb eine zusätzliche Trinkmöglichkeit.

Der Insekten- und Vogeltränkenhalter von bellissa bietet Platz für eine Schale mit 15 bis 35 Zentimetern Durchmesser. In rund einem Meter Höhe entsteht so eine Wasserstelle für Vögel und Insekten, die gut erreichbar und gleichzeitig besser vor Gefahren am Boden geschützt ist.

Fehler 7: Einen „perfekten“ Garten hinterlassen

Ein weiterer Irrtum beginnt eigentlich schon vor der Fütterung: Ein komplett aufgeräumter Garten ist für Wildvögel nicht unbedingt von Vorteil. Samenstände, Beeren, Fallobst oder Insektenlarven unter Rinde und in Ritzen stellen auch im Winter natürliche Nahrungsquellen dar. Wer im Herbst nicht jeden Pflanzenrest entfernt und zusätzlich gezielt füttert, schafft unterschiedliche Nahrungsangebote.

Winterfütterung: weniger Aufwand, als viele denken

Eine sinnvolle Winterfütterung braucht weder einen großen Garten noch eine aufwendige Futterstation. Oft reichen zwei oder drei gut gepflegte Futterplätze mit unterschiedlichen Angeboten. Wichtig sind geeignetes Futter, regelmäßige Reinigung, ein sicherer Standort und frisches Wasser.

Und ganz nebenbei entsteht ein kleines Naturkino vor dem eigenen Fenster: Wer die Futterstellen so platziert, dass sich die Tiere mit etwas Abstand beobachten lassen, kann Meisen, Finken, Rotkehlchen & Co. durch den Winter begleiten. Gerade für Familien kann daraus ein schönes Winterritual werden – inklusive der Frage, wer heute eigentlich zuerst am Vogelhaus sitzt.

Sandra Eichner

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