Klima: Oxfam will höhere Besteuerung von Reichen

Klima: Oxfam will höhere Besteuerung von Reichen
FOto: Pixabay CC/PublicDomain

Klima: Oxfam will höhere Besteuerung von Reichen

zeit.de: In Sekunden stoßen Privatjets laut Oxfam mehr CO₂ aus als manche Menschen in einem gesamten Jahr. Die Organisation kritisiert Konsum und Investitionen von Milliardären.

Mit ihrem Lebensstil und Konsumverhalten treiben Superreiche die Klimakrise der Organisation Oxfam zufolge überdurchschnittlich stark voran. Rund zwei Wochen vor der UN-Klimakonferenz in Antalya hat sie daher eine stärkere Besteuerung von Reichen gefordert. In einem Bericht von Oxfam heißt es, im vergangenen Jahr hätten die Privatjets auf der Welt in nur zwei Sekunden mehr CO₂ verursacht als ein Mensch aus der ärmsten Hälfte der Weltbevölkerung im gesamten Jahr.

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Nach Berechnungen von Oxfam verursachten Privatjets im vergangenen Jahr weltweit insgesamt 16 Millionen Tonnen klimaschädliches CO₂. Ein einzelner Flug mit einem Privatjet stößt demnach durchschnittlich 3,7 Tonnen CO₂ aus. Das ist laut der Berechnung beinahe so viel wie ein Mensch im weltweiten Durchschnitt in einem gesamten Jahr.

Auch im Vergleich mit dem Treibhausgasausstoß eines Durchschnittsbürgers in Deutschland fällt die Klimabilanz von Privatjets schlecht aus. Laut dem Bericht starteten im vergangenen Jahr über 55.000 Privatjets an deutschen Flughäfen und stießen während ihrer Flüge mehr als 182.000 Tonnen CO₂ aus. Diese Jets hätten in einer halben Stunde gemeinsam mehr Kohlendioxid verursacht als ein Durchschnittsmensch in Deutschland im gesamten Jahr.

Oxfam kritisiert Investitionsverhalten von Milliardären

»Überreiche treiben die Welt in den Klimakollaps«, sagte der Oxfam-Referent für soziale Ungleichheit, Manuel Schmitt. Die »kleine Minderheit« der Milliardäre verantworte durch ihr Konsumverhalten unverhältnismäßige Investitionen auf Kosten der Mehrheit. Nur etwa 250.000 Menschen nutzen laut Oxfam selbst Privatjets, was den reichsten 0,0003 Prozent der Weltbevölkerung entspreche.

Neben ihren Privaflügen trägt demnach vor allem das Investitionsverhalten der extrem Reichen maßgeblich zur Verschärfung der Klimakrise bei. Von den Investitionen von tausend Milliardären im Jahr 2025, die Oxfam für seinen Bericht untersuchte, seien 71 Prozent in besonders klimaschädliche Sektoren wie Öl, Gas oder Chemie geflossen.

»Wer die Klimakrise so stark befeuert, muss auch für ihre Bewältigung zahlen, statt die Kosten auf die Allgemeinheit abzuwälzen«, forderte Oxfam-Referent Schmitt… weiterlesen

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