BP produziert Kerosin mit Frittenfett

BP produziert Kerosin mit Frittenfett
Foto: Pixabay CC0

BP produziert Kerosin mit Frittenfett

ntv: Der britische Mineralöl- und Energiekonzern BP stellt im Emsland jetzt Flugzeugsprit mit geringen Anteilen aus Speisefett-Resten her. Die Biorohstoffe stammen etwa aus Kantinen oder Gastronomiebetrieben. Es geht um gebrauchte und übrig gebliebene Fette und Öle zum Beispiel aus Fritteusen, Kochrückständen sowie Biomasse-Abfällen, wie ein Sprecher erklärte. Nun gibt BP den Produktionsbeginn in der Raffinerie in Lingen bekannt.

Die verwendeten Fette und Öle sind meist pflanzlichen, teilweise auch tierischen Ursprungs. Sie werden in einem geschlossenen Verfahren bis zum zulässigen Anteil von fünf Prozent mit den Rohöl-Kohlenwasserstoffen für das normale Kerosin kombiniert. Bei der späteren Verbrennung ist der CO2-Ausstoß des Biokerosins zwar ähnlich wie im Fall rein fossilen Flugbenzins – weil die Fettkomponenten schon zuvor im Stoffkreislauf waren, soll die Gesamt-Klimabilanz aber besser sein.

Das Projekt der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation Atmosfair in Werlte, dass im Oktober von der damaligen Bundesumweltministerin Svenja Schulze eröffnet wurde, befasst sich jedoch mit der Herstellung synthetischen Kerosins, das am Ende komplett klimaneutral sein soll. Dabei reagieren Kohlenstoff – aus dem CO2 der Luft oder Abfällen – und Wasserstoff – aus von Ökostrom gespaltenem Wasser – zu „künstlichem“ Kraftstoff. Weiterlesen…

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